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Knappe Niederlage in der Schwabenliga I

gegen Krumbach zum Saisonauftakt

Krumbach war der gewohnt gute Gastgeber, der mit Wurst- und Käsesemmeln sowie Gebäck für das leibliche Wohl vorgesorgt hatte. Es war von Anfang an klar, dass die spielstarke Mannschaft von Krumbach zum Saisonauftakt in der Schwabenliga I ein harter Prüfstein werden würde. Gerade wegen solcher „Härteteste“ haben wir uns letztes Jahr den Aufstieg von der Schwabenliga II in die Schwabenliga I gewünscht und erkämpft.

An Brett 1 spielte Alexander gegen die Fidemeisterin Nadja Jussopow. Es kam zu einer Eröffnung mit frühem Damentausch. Da es im verbleibenden Figuren- und Turmendspiel nur eine offene Trennungslinie gab, neutralisierte sich die Stellung. Beide einigten sich auf ein Remis.

Lorenz an Brett 5 wurde in der Eröffnung von einem starken Qualitätsopfer überrascht, das Schwarz nach dem gleichzeitig erzwungenen Damentausch sehr starkes Figurendspiel gab. Nach einem Übersehen verlor Lorenz zudem die Qualität; dafür gab es im Turm-Läufer-Bauernendspiel ungleichfarbige Läufer. Lutz fand jedoch eine technisch unwiderstehliche Abwicklung. Lorenz gab auf.

Besser machte es Jonathan als sein Tischnachbar an Brett 4. Bei ungleichmäßigen Rochaden, Jonathan hatte mit Schwarz kurz rochiert, sein Gegner wählte die lange Rochade, kommt es meist zu schnellen Angriffen und die Frage ist, welche Farbe den besseren Angriff vorbringen kann? Hier war es ganz klar Jonathan, der seine Dame nach a2 stellen konnte, mit dem Fianchettoläufer von g7 Druck auf b2 machte und zudem die c- und d-Turmlinien auf die weiße Königsstellung einwirkte. Es kam zu einer wunderschönen Überlastung der weißen Stellung auf c2.

Damit war der Zwischenstand 1,5 zu 1,5. Es blieb spannend, weil an allen Brettern hart um kleine und größere Vorteile gekämpft wurde.

Leider kam Manuel, der dankenswerterweise an Brett 8 aushalf, deswegen in Nachteil, weil sein Turm im Turm-Läufer-Bauernendspiel sowohl den Bauer auf a4 decken musste als auch das Einbruchsfeld des weißen Turms über g5 nach g7 abwehren musste. Diese Überlastung kostete zunächst einen Bauern und nach dem weiteren Bauernvormarsch dann die Partie.

Helmut an Brett 7 hatte von der Eröffnung bis ins Endspiel eine ausgeglichene Stellung. Als sein Gegner den Damentausch unglücklich abwickelte, gewann Helmut einen Bauern. Das verbliebene Läufer-Bauern-Endspiel war dann klar gewonnen, da einerseits der Bauer ein Mehrbauer war und Helmut den aktiveren Läufer hatte.

Neuer Zwischenstand somit 2,5 zu 2,5

Hans an Brett 2 hatte eine komplexe Stellung, die in der Bewertung nach der Partie kontrovers diskutiert wurde. Hans hatte in der Brettmitte aktives Spiel, während sein Gegner konsequent die h-Linie mit Schwerfiguren besetzte. Da dies fortlaufend mit Mattdrohungen verbunden war, war im Ergebnis die weiße Stellung effektiver, zumal sein Gegner für latente Durchbrüche in der Mitte genügend überdeckt hatte. Die schwarze Stellung war am Ende nicht mehr zu halten.

Damit war Krumbach in Führung.

Stefan an Brett 6 hatte zwischenzeitlich eine Qualität mehr. Diese Qualität hatte sein Gegner „investiert“, weil er damit aktives Gegenspiel bekam statt einer positionellen Ruine, wenn er die Qualität nicht gegeben hätte. Stefan musste dann gegen die heranstürmenden Bauern auf dem Damenflügel eine Figur opfern und hatte dann die undankbare Aufgabe, mit dem Turm gegen das Läuferpaar kämpfen zu müssen. Am Ende entstand eine Art Zugzwangstellung, wobei der Turm den weißen Läufer keine Felder ließ oder der letzte Bauer würde fallen. Remis.

Die spannendste Partie lieferte sich an diesem Tag Pawel an Brett 3 mit seinem Gegner, als ein Turmendspiel mit Bauern entstanden war, wobei Pawel einen direkten Freibauern auf dem Königsflügel hatte. Beide Spieler beherzten dabei die komplexen Grundlagen im Turmendspiel, wonach aktives Spiel unerlässlich ist und senkrechte und waagrechte Sperren beherrscht werden müssen. Schwarz konnte zwar den Freibauern von Pawel auf dem Königsflügel nur unter Turmopfer aufhalten, nur zugleich hatte Schwarz mit zwei Freibauern plus aktivem König auf dem Damenflügel bereits ein taktisches Gegengewicht geschaffen, was wiederum Pawel seinen Turm kostete. Ein für beide Spieler hat erkämpftes Remis.

Damit war unsere knappe Niederlage besiegelt.

1. Runde am 22.10.17 |
1 SK Krumbach DWZ SK Klosterlechfeld DWZ 4½ – 3½
1 1 Jussupow, Nadia 2097 1 King, Alexander 2060 ½ – ½
2 3 Lutz, Albert 2067 2 Hornung, Hans, Dr. 1981 1 – 0
3 4 Link, Ulrich, Dr. 1990 3 Poniatowski, Pawel 2079 ½ – ½
4 5 Maurer, Rainer 1855 5 Kölbl, Jonathan 1904 0 – 1
5 6 Riedel, Lutz 1908 6 Heinrich, Lorenz 1922 1 – 0
6 7 Gulde, Josef 1780 7 Winterkamp, Stefan 1910 ½ – ½
7 8 Schaumann, Eugen 1688 8 Heinrich, Helmut 1870 0 – 1
8 10 Fischer, Ernst 1846 11 Jahn, Manuel 1767 1 – 0
Schnitt: 1903 Schnitt: 1936

Alle Ergebnisse:

1. Runde am 22.10.17 |
1 SK Krumbach SK Klosterlechfeld 4½ – 3½
2 SF Augsburg BC Aichach 1917 6½ – 1½
3 SC Königsbrunn SC Friedberg 2½ – 5½
4 Post-SV Memmingen SC Kempten 1878 6½ – 1½

Schwabenliga 1       2017/2018

Rang Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 MPkt BPkt
1. SF Augsburg ** 2 – 0 6,5 – 1,5
1. Post-SV Memmingen ** 2 – 0 6,5 – 1,5
3. SC Friedberg ** 2 – 0 5,5 – 2,5
4. SK Krumbach ** 2 – 0 4,5 – 3,5
5. SK Klosterlechfeld ** 0 – 2 3,5 – 4,5
6. SC Königsbrunn ** 0 – 2 2,5 – 5,5
7. SC Kempten 1878 ** 0 – 2 1,5 – 6,5
7. BC Aichach 1917 ** 0 – 2 1,5 – 6,5

Aufstieg in die Schwabenliga I gegen Mindelheim 6:2 erkämpft

Vor der letzten Runde der Schwabenliga II-Süd war die Ausgangslage so, dass vier Mannschaften punktgleich die Chance auf den Aufstieg hatten. Im Verhältnis zwischen Mindelheim und Klosterlechfeld war es ein direktes Kräftemessen. Als „Fernduell“ waren zugleich die Schachfreunde auf Kaufbeuren und Bad Grönenbach mit im Rennen.

Schon bei der Anfahrt waren die wehrhaften Zinnen der Mindelburg zu sehen; es war klar: dieser Mannschaftskampf wird kein Zuckerschlecken und schon gar niemals nicht ein Wunschkonzert. Alle Mannen gingen konzentriert an die jeweilige Schachpartie, da allen die geschilderte Ausgangslage klar war.

An Brett 8 zeigte Pawel enorme Stärke, als er mit einem Scheinopfer begann, die Schwierigkeiten in der weißen Stellung aufzuzeigen. Dieser positionelle Vorteil verstärkte sich nach dem Abtausch des weißfeldrigen Deckungsläufers und dem Öffnen der Stellung auf der Königsseite. Letztlich kam es zu einem erfolgreichen Mattangriff.

Karsten an Brett 5 kämpfte gegen eine sog. Betoneröffnung, die dann zum Tausch im Zentrum führt. Die Spieler einigten sich auf ein Remis. Es ist schwierig, in diesen positionell sicheren Eröffnungen einen Vorteil zu erarbeiten.

Ähnlich war es bei Jonathan an Brett 3, wo beide Spieler im Igelsystem die Waagschale im Lot hielten. Auch hier einigte man sich auf ein Remis. Auch im „Igel“ bewegt man sich meist wechselseitig mit gleichen Angriffs- und Verteidigungsressourcen.

Hans an Brett 2 spielte gezielt nach vorne und konnte in günstiger Stellung ein Figurenopfer wagen. Um den Angriff zu forcieren, opferte Hans sogar noch einen Turm. Sein Mut, -und seine gute Angriffsstellung-, wurden belohnt, als sein Gegner in schwieriger Stellung die Zeit überschritt.

Stefan an Brett 4 kam umgekehrt unter Druck, als sein Gegner mit dem Bauernzug nach g6 die Deckung der schwarzen Stellung hinterfragte. Letztlich war dieser Druck zu stark und nicht mehr zu verteidigen.

Damit war der Zwischenstand 3:2. Die letzten drei Parteien mussten zeigen, wohin das Pendel gehen würde.

Lorenz am sechsten Brett konnte eine positionelle überlegene Stellung erreichen, nur verteidigte sich sein Gegner sehr gekonnt. Die Entscheidung fiel erst nach der Zeitkontrolle, als sein Gegner den positionellen Druck durch den Damentausch abschütteln wollte. Dieser Abtausch ließ zugleich eine taktische Abwicklung zu, die technisch leicht gewonnen wäre. Sein Gegner gab nach dem taktischen Trick sofort auf.

Helmut an Brett 7 konnte mit seiner gewohnten Eröffnung einen Bauern im Mittelspiel erobern. Im verbleibenden Turmendspiel hatte er zudem den Vorteil, dass sowohl sein Turm und sein König aktiver standen. Helmut konnte diesen Stellungsvorteil sicher in einen Gewinn umsetzen.

Am Spitzbrett musste nach der Zeitkontrolle und Zeitnot die Stellung erst nachgespielt werden, inwieweit Alexander die geforderten 40 Züge erreicht hatte, da sein Gegner überschreiten der Zeit reklamiert hatte. Nach dem Nachspielen war klar, dass Alexander die 40 Züge in der 2-Std.-Vorgabe erfüllt hatte. Die Stellung war für Alexander sehr vorteilhaft, da sein Gegner in einer Kombination einen Zwischentausch übersehen hatte. Somit hatte Alexander die Dame plus verbundene Freibauern gegen zwei Türme und nur ein Bauer, der zudem von der weißen Dame nachhaltig blockiert war. Ferner war der gegnerische König im „Niemandsland“ abgeschnitten, so dass sich die schwarzen Türme auch dauernd gegenseitig gedeckt halten mussten. Alexander gewann dieses Endspiel souverän.

Es war klar, dass der Sieg mit 6:2 das direkte Aufstiegsduell entschieden hatte. Unklar war unmittelbar nach der letzten Partie, inwieweit es über die genannten „Fernduelle“ zum Aufstieg reichte oder nicht gereichte. Im Spiellokal selbst ist während den Partien Handyverbot.

Auf dem Parkplatz wurde dann klar, dass wir mit dem „Erstürmen der Mindelburg“ es auf der Zielgeraden geschafft hatten, in die Schwabenliga I wieder aufzusteigen. Es war eine Saison mit Höhen und Tiefen sowie einer anstrengenden letzten Runde. Das oftmalige Pech in bestimmten Partien wurde somit in ein glückliches Ende für uns verwandelt.

Einzelergebnisse:

4 TSV Mindelheim DWZ SK Klosterlechfeld DWZ 2 – 6
1 1 Sirch, Franz 2116 1 King, Alexander 2066 0 – 1
2 2 Magg, Christian 2036 2 Hornung, Hans, Dr. 2032 0 – 1
3 3 Frei, Robert 1855 4 Kölbl, Jonathan 1954 ½ – ½
4 4 Specht, Helmut 1828 5 Winterkamp, Stefan 1938 1 – 0
5 5 Zipproth, Thomas 1783 6 Birnbaum, Karsten 1908 ½ – ½
6 6 Kallweit, Horst 1770 7 Heinrich, Lorenz 1916 0 – 1
7 7 Hagen, Wolfgang 1710 8 Heinrich, Helmut 1871 0 – 1
8 8 Schumertl, Wolfgang 1674 11 Poniatowski, Pawel 0 – 1
Schnitt: 1846 Schnitt: 1955
 

7. Runde am 30.04.17 |
1 SF Bad Grönenbach SK Buchloe 3 – 5
2 SC Sonthofen SC Dietmannsried 6 – 2
3 SC Kaufbeuren 1892 SF Buchenberg 5 – 3
4 TSV Mindelheim SK Klosterlechfeld 2 – 6

 

Schwabenliga 2 Süd 2016/2017

Abschlusstabelle:

Rang Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 MPkt BPkt
1. SK Klosterlechfeld ** 6 3 4 6 11 – 3 34,5 – 21,5
2. SC Kaufbeuren 1892 ** 5 5 6 4 11 – 3 33,5 – 22,5
3. TSV Mindelheim 2 ** 4 5 7 9 – 5 32,5 – 23,5
4. SF Bad Grönenbach 5 4 ** 3 5 6 9 – 5 31,0 – 25,0
5. SK Buchloe 3 5 ** 4 7 – 7 31,0 – 25,0
6. SF Buchenberg 4 3 3 3 4 ** 5 6 – 8 26,5 – 29,5
7. SC Sonthofen 2 2 1 ** 6 2 – 12 19,5 – 36,5
8. SC Dietmannsried 4 2 3 2 ** 1 – 13 15,5 – 40,5

 

Titel fürs Osternest erkämpft

Im Mittelschwäbischen Mannschaftspokal

Im Mittelschwäbischen Mannschaftspokal trafen wir am 8. April 2017 zuhause auf unsere Schachfreunde aus Buchloe. Es war klar, dass es ein klassischer Pokalkampf werden würde.

Zunächst mussten wir kurzfristig umdisponieren: Für Alexander sprang Helmut ein. Zudem hatte unser Käp’t’n die Reihenfolge der Aufstellung aus mannschaftstaktischen Gründen leicht geändert, was ja im Pokal möglich ist. Stefan wünschte sich für den Verein den Mannschaftspokal im Osternest.

Lorenz an Brett 2 hatte das Glück, auf eine „klassische“ Eröffnung zu treffen, die Lorenz bestens kennt. Schwarz war einen Moment unachtsam und Lorenz konnte mit einem Scheinopfer auf f7 einen Bauern erobern. Dieser Bauerngewinn war nicht nur kompensationslos für Schwarz, auch dessen Königsstellung in der Mitte ist für das Mittelspiel schwierig. Trotz harter Gegenwehr konnte Lorenz den Vorteil in der Stellung Stück für Stück, genauer Zug für Zug, nachweisen.

Hans spielte am Spitzenbrett gewohnt eine streng positionelle Eröffnung. Was für eine Eröffnung herauskam, war für den Berichterstatter nicht ganz klar: war es ein angedeutetes Nilpferd oder ein halber Igel? Egal: auf jeden Fall entstand eine hochkomplexe Stellung, da Hans die Dame gewann, jedoch im Tausch gegen Turm und Figur. Es ist dann die Frage: kann die Dame wirksam Drohungen aufbauen oder erreichen die Mehrfiguren im Zusammenspiel die Überhand? Hans fand eine perfekte Lösung, indem er zunächst seinen Springer ins Zentrum bringen konnte, was zu einem Qualitätsgewinn führte. Dieser neu entstandene Konstellation in der rechnerischen Gewichtung der Figuren eröffnete die Möglichkeit, dass er dann im Endspiel seine Dame gegen den Turm geben konnte, weil er zugleich mit einem genialen Zwischenzug, , genauer Zwischenschach, einen Springer und einen Läufer gewann. Damit hatte er im Endspiel zwei Läufer gegen einen Springer. Damit stand es für uns 2:0.

Stefan hatte auf Brett 3 die Eröffnung sehr überzeugend gespielt und einen klaren Vorteil erreicht, zumal der schwarze König in der Mitte festhing. Sein Gegner fand noch einen trickreichen Zwischenzug, der nach Abtausch aller Schwerfiguren zu einem Endspiel führte, bei dem sein Gegner den entfernten Freibauern hatte und Stefan als Kompensation die Mehrheit der Bauern im Zentrum und auf dem Damenflügel. Gerade diese Mehrheit der Bauern im Zentrum führte dann zu einem überragenden Bauerndurchbruch: Schwarz befand sich zwar im Quadrat des Freibauern, nur war sein eigener Bauer auf d6 die Blockade des eigenen Königs. Es stand somit 3:0.

Helmut an Brett 4 hatte ein Endspiel mit jeweils zwei Türmen und Bauern erreicht. Es war klar, dass die Stellung Remis ist, wenn keiner der beiden einen Gewinnversuch unternahm. Wenn Helmut hätte auf Gewinn spielen wollen, hätte er dafür die Bauern auf dem Damenflügel hergeben müssen, um dafür im Zentrum mit König und, soweit möglich, mit Bauer aktiv zu werden. Aufgrund des obigen Zwischenstandes gab es keinen Grund, der Sache auf den Grund zu gehen. Remis.

Der Mannschaftssieg mit 3,5 zu 0,5 ist sicherlich etwas zu hoch ausgefallen, da gerade bei umkämpften Partien es oft an Kleinigkeiten liegt, wieso dann eine Partie gewonnen oder verloren wird. Heute haben wir unsere Chancen erfolgreich verwertet.

Wichtiger Sieg in Schwabenliga II-Süd

gegen Sonthofen 2:6 gewonnen!

Nach der bösen Schlappe in der letzten Runde gegen Bad Grönenbach in der Schwabenliga II-Süd ging es darum, die Köpfe wieder hoch zu nehmen; neues Spiel – neues Glück!

Wir waren nach der Papierform Favorit für diesen Mannschaftskampf und doch gilt die Regel, erst muss jede Partie für sich gespielt werden. Die Sonthofener spielten wacker und beherzt und lange Zeit waren alle Bretter ausgeglichen.

Wolfgang an Brett 8 brach für uns das Eis, indem er seine Partie mit schwarz sehr überzeugend vortrug und sich in der Eröffnung klaren Stellungsvorteil herausspielte. Am Ende des Tages hatte er deutlichen Materialvorteil. Sein Gegner gab auf.

Helmut an Brett 7 spielte ähnlich souverän und konnte sich einen Eröffnungsvorteil herausarbeiten, der bis ins Mittelspiel wirkte. Nach dem günstigen Aufbrechen der schwarzen Königsstellung übersah sein Gegner bei für ihn ungünstigen Stellung ein Mattbild und Helmut konnte mattsetzen.

Schlechter lief es für Karsten an Brett 5. Karsten spielte aktiv, nur nach dem Abtauschen der Figuren hatte sein Gegner mit dem Springer plus Bauern gegen den Läufer plus Bauern einen Mehrbauer. Der Mehrbauer alle wäre schwierig im Endspiel zum Sieg zu führen, nur leider war es auch noch ein entfernter Freibauer. Karsten musste aufgeben.

Hans an Brett 2 führte eine ausgeglichene Eröffnung in Endspiel mit jeweils Springer plus Bauern. Ein solches Springer-Bauer-Endspiel ist sehr komplex und Hans konnte seine überragende Endspieltechnik zu Bauerngewinn und im Ergebnis zum Sieg führen.

Lorenz an Brett 6 fand eine Möglichkeit, eine Figur zu gewinnen, nur musste er dazu viele Bauern geben, die rein rechnerisch zum Gleichstand führen. Auch das „Große Schachorakel“ zuhause, sprich ein Schachprogramm zeigte auch lange das Gleichgewicht der Kräfte an. Besonders erstaunlich in der Nachanalyse war, das Hans auch das Endspiel mit dem Mehrläufer nach dem Wettkampf als vorteilhaft für Lorenz einschätzte, da alle seine Figuren aktiv standen; in einer Nebenvariante mit Damentausch hätte sich diese Einschätzung bewahrheitet. In der Partie kam es so, dass sein Gegner gegen Ende der Spielzeit einen schlechten Verteidigungszug machte, der Lorenz ermöglichte, einen unwiderstehlichen Mattangriff einzuleiten.

Jonathan an Brett 3 hatte in einem sog. Handgemenge „überschlägig“ leichten Vorteil, da sein Angriff sehr bedrohlich wirkte. Nach dem ersten Abtauschen konnte sein Gegner viele Drohungen überdecken und selbst ebenfalls Drohungen aufbauen. Man einigte sich auf ein Remis.

Ähnlich tat es Alexander am Spitzenbrett, der über die Eröffnung bis zum Endspiel leichten Vorteil hatte. Es ging auch dort, wie fast immer im Schachspiel, um die Ansammlung kleiner Vorteile, hier z. B. sein Druck auf den gegnerischen Isolani auf d4, nur einigte man sich auf dort auf ein Remis, da in der Schlussstellung nicht mehr mehr zu erwarten war.

Stefan an Brett 4 hatte sich nach der Eröffnung einen Vorteil herausgearbeitet, da er im Turmendspiel Mehrbauern hatte. Dieser Vorteil schmolz dann zwar dahin, d. h. ein Bauer ging verloren, die Bauernkette wurde in einzelstehende Bauern gesplittet, nur kämpfte Stefan weiter um den vollen Punkt. Nach einer Ungenauigkeit seines Gegners, konnte er den Bauerrn doch noch verwerten.

Im Gesamtergebnis war es somit ein 6:2 für uns, dass wir uns hart erkämpfen mussten.

5. Runde am 19.02.17 |
1 SC Dietmannsried SK Buchloe 1½ – 6½
2 SF Bad Grönenbach SF Buchenberg 5 – 3
3 SC Sonthofen SK Klosterlechfeld 2 – 6
4 SC Kaufbeuren 1892 TSV Mindelheim 4½ – 3½

Schwabenliga 2 Süd     2016/2017

Rang Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 MPkt BPkt
1. SC Kaufbeuren 1892 ** 5 4 6 9 – 1 25,0 – 15,0
2. TSV Mindelheim ** 4 5 7 7 – 3 26,0 – 14,0
3. SK Klosterlechfeld ** 3 4 6 7 – 3 24,0 – 16,0
4. SF Bad Grönenbach 4 5 ** 5 7 – 3 22,0 – 18,0
5. SK Buchloe 3 ** 4 5 – 5 22,5 – 17,5
6. SF Buchenberg 3 4 3 4 ** 5 4 – 6 19,0 – 21,0
7. SC Dietmannsried 4 3 ** 1 – 9 11,5 – 28,5
8. SC Sonthofen 2 1 2 ** 0 – 10 10,0 – 30,0

Einzelergebnisse:

3 SC Sonthofen DWZ SK Klosterlechfeld DWZ 2 – 6
1 1 Maugg, Ludwig 1878 1 King, Alexander 2073 ½ – ½
2 2 Wiechmann, Gernot 1883 2 Hornung, Hans, Dr. 1998 0 – 1
3 3 Schweier, Lorenz 1865 4 Kölbl, Jonathan 1954 ½ – ½
4 4 Fritz, Peter, Dr. 1839 5 Winterkamp, Stefan 1927 0 – 1
5 5 Froehlich, Rainer 1862 6 Birnbaum, Karsten 1908 1 – 0
6 7 John, Bernd 1571 7 Heinrich, Lorenz 1897 0 – 1
7 9 Aicher, Hans 1665 8 Heinrich, Helmut 1875 0 – 1
8 11 Gehring, Bastian 1441 9 Koelbl, Wolfgang 1802 0 – 1
Schnitt: 1750 Schnitt: 1929

Hart erkämpfter Auswärtssieg in Schwabenliga II-Süd

gegen Dietmannsried 6,5:1,5 gewonnen!

Gegen und in Dietmannsried war für uns eine Premiere. Wir wurden als Favoriten vom Mannschaftsführer begrüßt, wobei gerade im Schach gilt, jede Partie muss erst gespielt werden und die Ergebnisse werden nach der Partie gemeldet.

Es war fast bis zu regulären Zeitkontrolle und noch darüber hinaus so, dass an vielen Brettern der Ausgang der jeweiligen Partien offen war. Es machte richtig Spaß, in die eine oder andere Partie hineinschauen zu dürfen.

Helmut an Brett 7 konnte als erster unter den laufenden Partien einen Sieg verbuchen: Er hatte mit zwei Figuren gegen den Turm gutes Spiel, wobei sein Springer auf d6 vom Bauer c5 sicher im gegnerischen Lager stand. Diese überragende zentrale Stellung führt letztendlich zu einem Figurengewinn.

Ebenso glänzte Alexander an Brett 1 mit einem schönen aussichtsreichen Bauernopfer, wobei er zugleich seinem Gegner einen Läufer anbot. Nachdem sein Gegner den Läufer als Kompensation nicht annahm, schlug das Opfer positionell sofort durch, zumal auch die Grundreihe des Gegners schwach war.

Hans machte an Brett 2 ein Kampfremis: nachdem die Damen getauscht waren, blieb wechselseitig ein Endspiel, wo keiner der Spieler einen konkreten Hebel hätte ausmachen können. Remis.

Jonathan an Brett 3 konnte seine gute Stellung nach dem Mittelspiel mit dem Durchbruch des Bauern auf der h-linie krönen: Die Türme konnten über die h-linie eindringen, ohne dass sein Gegner die noch kompensieren konnte.

Manuel spielt an Brett 8 bärenstark, indem er in aktiverer Stellung dauernd auf die schwachen Felder im weißen Lager drückte. Am Ende wurde sein engagiertes Figurenspiel belohnt, nachdem er eine entscheidende Drohung aufstellen konnte.

Das Zwischenergebnis war 4,5 zu 0,5 für uns.

Dieses Zwischenergebnis kam gerade recht, da Lorenz an Brett 6 patzte: Lorenz wähnte sich auf der Siegerstraße als er einen Mehrläufer behalten konnte. Dies führte dann zu einer Unachtsamkeit, bei der Läufer kein Mehrläufer mehr war und zu allem Überdruss zunächst ein verlorenes Damenendspiel entstanden war und nach dem erzwungenen Abtausch der Damen das Bauernendspiel technisch verloren war. Lorenz gab auf, als klar war, dass Weiß einen entscheidenen Freibauern behalten würde. Es war eine lehrhafte Niederlage, die zeigte, dass man auch in einer guten oder gar gewonnenen Stellung aufpassen muss.

Karsten erkämpfte an Brett 5 einen Sieg: Er hatte eine Stellung erreicht, die an die eine Siegpartie von Weltmeister Carlsen vom Stellungstyp erinnerte. In beiden Stellungen -hier wie dort- hatte Weiß deutlichen Vorteil, weil Schwarz auf dem eingesperrten weißfeldrigen Läufer „kleben“ blieb, während Weiß mit dem „guten“ Läufer und dem Springer fortlaufend lavieren konnte. Hier wie dort kam es dann zu einem Verteidigungsfehler, zumal der Verteidiger mehr Zeit verbraucht, um den jeweils korrekten Verteidigungszug zu finden. Karsten gewann zunächst einen Bauern und in Folge die Partie.

Stefan an Brett 4 kämpfte wie ein Löwe in sehr komplexer Stellung. Er fand den besten Zug, der einerseits seinen angegriffenen Bauern deckte und zugleich die drohenden Springergabeln vermied. Am Ende gewann er diese anstrengende Partie.

Alles in allem war es ein verdienter Mannschaftssieg, da jeder Spieler hart um seine Partie gekämpft hat und es uns in Mehrheit gelungen war, dass sich der jeweilige Spieler für sein gutes Spiel belohnte.

Einzelergebnisse:

2 SC Dietmannsried DWZ SK Klosterlechfeld DWZ 1½ – 6½
1 1 Martin, Heinz 1866 1 King, Alexander 2073 0 – 1
2 2 Martin, Paul 1794 2 Hornung, Hans, Dr. 1998 ½ – ½
3 3 Marschall, Thomas 1670 4 Kölbl, Jonathan 1954 0 – 1
4 4 Brinkmann, Jürgen 1557 5 Winterkamp, Stefan 1927 0 – 1
5 5 Czitron, Gerhard 1553 6 Birnbaum, Karsten 1908 0 – 1
6 9 Natterer, Winfried 1509 7 Heinrich, Lorenz 1897 1 – 0
7 12 Sonnberger, Julian 1527 8 Heinrich, Helmut 1875 0 – 1
8 15 Mayer, Thomas 1363 10 Jahn, Manuel 1751 0 – 1
Schnitt: 1604 Schnitt: 1922
Alle Ergebnisse der 3. Runde
1 SK Buchloe SF Buchenberg 4 – 4
2 SC Dietmannsried SK Klosterlechfeld 1½ – 6½
3 SF Bad Grönenbach TSV Mindelheim 4 – 4
4 SC Kaufbeuren 1892 SC Sonthofen 6 – 2

Schwabenliga 2 Süd 2016/2017

Rang Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 MPkt BPkt
1. TSV Mindelheim ** 4 5 5 – 1 15,5 – 8,5
1. SC Kaufbeuren 1892 ** 4 6 5 – 1 15,5 – 8,5
3. SK Klosterlechfeld ** 4 5 – 1 15,0 – 9,0
4. SK Buchloe ** 4 3 – 3 13,0 – 11,0
5. SF Bad Grönenbach 4 ** 3 – 3 12,0 – 12,0
6. SF Buchenberg 3 4 4 ** 2 – 4 11,0 – 13,0
7. SC Dietmannsried 4 ** 1 – 5 7,0 – 17,0
8. SC Sonthofen 2 ** 0 – 6 7,0 – 17,0

 

4:4 heißt: mit einem blauen Auge davongekommen

Wir waren im Heimspiel gegen Buchenberg favorisiert.. Wie immer gilt im Schach: Prognosen helfen nicht weiter; jede Partie muss erst gespielt werden.

An Brett 5 hatte Karsten eine unklare Stellung im Mittelspiel. Die beiden Spieler einigten sich auf ein Remis.

Bei Lorenz an Brett 6 war es klarer: Lorenz bot einen vergifteten Bauern an, der er besonders schön „ausschmückte“ mit einer virtuellen Schleife und der sinnbildlichen Aufschrift: „Bitte friss mich. Ich bin sehr wohlschmeckend!“ Auf der Rückseite der Aufschrift stand kleingedruckt: „Ich bin ein Geschenk eines Dinaers!“ Im Ergebnis kostete der Bauer die Qualität und die Stellung. Lorenz gewann nach Annahme des Opfers in wenigen Zügen.

Jonathan an Brett 3 war eine spannende Stellung entstanden, da Jonathan mit Schwarz auf der Königseite angriff, während Weiß wegen seiner langen Rochade auf der Damenseite angreifen. Leider war es dann, auch in der nachfolgenden Analyse so, dass der Angriff von Weiß wegen der beiden Läufer nachhaltiger und wirkungsvoller war. Jonathan verlor in einer gut anzuschauenden Kampfpartie.

Helmut an Brett 7 fand im Mittelspiel nicht die beste Fortsetzung, was seinem Gegner nachhaltiges Figurenspiel gestatte. Im Ergebnis verlor Helmut die Qualität. In der Computeranalyse zuhause zeigte dann das Analyseprogramm, wie der Springer und zwei Bauern eine Auffangsposition hätte erreichen können; dieses Manöver war sehr komplex und daher im Spiel nicht zu erreichen. Daher drang der Turm ein und damit war das Endspiel glatt verloren. Helmut musste die Segel streichen.

Manuel zeigte dafür an Brett 8 die Verteidigung des Monats: Wie er die massiven Angriff gegen seinen König blockte, war schon für sich mehr als respektabel. Wie er dann im entscheidenden Monat die Gabel des schwarzen Läufer auf d5 gegen seine Dame auf b3 mit dem Gegengriff auf die schwarze Dame auf h5 mit Bauer nach g4 auflöste, war sensationell. Die schwarze Dame konnte nicht auf g4 nehmen, weil dann der Ld5 ungedeckt bliebe. Die Stellung führte zum Durchtauschen und Manuel behielt eine Mehrfigur bei aktiver Stellung. Manuel gewann

Im Zwischenstand war es somit ein 2,5 : 2,5.

Alexander spielte am Spitzenbrett gegen einen spielstarken Gegner mit einer DWW von rd. 2150. Sein Stellungsproblem war, dass Weiß stets die Initiative bis zum Ende vom Mittelspiel behielt. Zudem konnte Weiß vorteilhaft mit h4, h5 und schlagen auf g6 die h-Linie öffnen. Die Drohungen konnten nicht mehr abgewehrt werden, da sein Gegner den Angriff methodisch vorbereitet hatte. Alexander gab auf.

Leider hatte an Brett 4 Stefan einen Blackout, obwohl er die weißen Steine führte: Stefan hatte ein gewonnenes Endspiel mit zwei verbundenen Freibauer und Springer und Läufer gegen den Turm. Es war eine g‘mahde Wies’n. Stefan belohnte sich nicht für sein gutes Spiel, sondern stellte mit einem unbedarften Zug beide Bauern weg. Das verbleibende Endspiel wäre theoretisch immer noch gewonnen, da Schwarz seinen Turm gegen den letzten verbundenen Bauern opfern muss, nur ist das Mattsetzen mit Turm und Läufer sehr komplex im Vergleich zu zwei verbundene Freibauern durchdrücken. Man einigte sich daher auf Remis.

Hans spielte an Brett 2 „wie gewohnt“ und doch war die Partie eine Besondere. Zunächst belagerte Schwarz seinen Königsflügel, wobei genauer sein König in der Mitte verharrte. Hans brachte dann in aller Seelen Ruhe seinen König auf dem Damenflügel in Sicherheit. Danach verteidigte sich Schwarz auf dem Königsflügel auf neun Feldern gefühlt mit 12 Figuren. Es war ein Gedrängle und wie man diesen Gordischen sprich hier Hansschen Knoten auflösen sollte, erschloss sich dem Berichterstatter nicht.  Der Berichterstatter hat das Ende der Partie leider nicht gesehen, nur muss es wie in der Antike gewesen sein und irgendwie muss ein Schwert in das Figurenknäuel eingeschlagen haben. Wichtig ist, dass Hans gewann und damit noch das 4:4 rettete.

Wie bei allen knappen Ergebnissen, hätte es auch anders ausgehen können. Am Ende blieb die Dankbarkeit, mit 4:4 und einem blauen Auge davon gekommen zu sein.

Einzelergebnisse:

4 SK Klosterlechfeld DWZ SF Buchenberg DWZ 4 – 4
1 1 King, Alexander 2073 1 Garber, Thomas 2152 0 – 1
2 2 Hornung, Hans, Dr. 1998 2 Braeu, Wolfgang 1889 1 – 0
3 4 Kölbl, Jonathan 1954 3 Barthels, Rainer 1798 0 – 1
4 5 Winterkamp, Stefan 1927 4 Hahmann, Christian 1792 ½ – ½
5 6 Birnbaum, Karsten 1908 5 Hermann, Volker 1710 ½ – ½
6 7 Heinrich, Lorenz 1897 6 Müller, Rolf 1564 1 – 0
7 8 Heinrich, Helmut 1875 7 Ulicny, Martin 1544 0 – 1
8 10 Jahn, Manuel 1751 8 Maier, Max 1493 1 – 0
Schnitt: 1922 Schnitt: 1742

Alle Ergebnisse:

2. Runde am 20.11.16 | Einzelergebnisse ein
1 SK Buchloe SC Sonthofen 5½ – 2½
2 SF Bad Grönenbach SC Kaufbeuren 1892 2½ – 5½
3 TSV Mindelheim SC Dietmannsried 6½ – 1½
4 SK Klosterlechfeld SF Buchenberg 4 – 4

Tabelle:

Schwabenliga 2 Süd  2016/2017

Rang Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 MPkt BPkt
1. TSV Mindelheim ** 5 4 – 0 11,5 – 4,5
2. SC Kaufbeuren 1892 ** 4 3 – 1 9,5 – 6,5
3. SK Klosterlechfeld ** 4 3 – 1 8,5 – 7,5
4. SK Buchloe ** 2 – 2 9,0 – 7,0
5. SF Bad Grönenbach ** 2 – 2 8,0 – 8,0
6. SF Buchenberg 3 4 ** 1 – 3 7,0 – 9,0
7. SC Dietmannsried 4 ** 1 – 3 5,5 – 10,5
8. SC Sonthofen ** 0 – 4 5,0 – 11,0

Erfolg im Mittelschwäbischen Viererpokal im Viertelfinale

4:0 gegen Königsbrunn

Im Viertelfinale des Mannschafts-Viererpokals hatten wir die höherklassigen Schachfreunde aus Königsbrunn zu Gast. Dies hieß für uns, dass wir bei einem 2:2 weiterkämen.

Helmut spielte an Brett 4 einen sicheren Aufbau. Als sein Gegner den Springer von e4 zum Tausch oder zum Rückzug zwingen wollte, führte dies dazu, dass Helmut über Sc3 entweder den Läufer auf e2 gewinnen würde oder den Turm auf d1 schlagen könnte. Nach dem Qualitätsgewinn war der technische Gewinn einfach, da Helmut auch noch die offene c-Linie kontrollierte.

Lorenz an Brett wählte ein „langsame“ Variante im königsindischen Aufbau. Er bot dann den Bauern auf b2 zum Opfer an, indem er mit Sd5 die schwarze Dame auf f6 befragte. Nachdem sein Gegner den Bauer auf b2 „fraß“, zeigte sich, wie so oft, dass der Bauer vergiftet war. Lorenz gewann die Dame.

Damit hatten wir unser Weiterkommen, siehe die Eingangsbemerkung, schon erreicht. Die Bretter 1 und 2 spielten zugleich weiter, weil es neben dem Mannschaftsergebnis auch jeweils um die eigene Ehre geht.

Hans an Brett 1 spielte im Karpow’schen Stil, wo er zunächst die eigene Stellungsposition nachhaltig sicherte. Als er dann mit Schwarz seinen Läufer auf e3 „einbetonieren“ konnte, hatte er deutlichen Stellungsvorteil. Hans hatte die Geduld, die Bauernwalze auf dem Königsflügel sicher vorzubereiten, indem er zunächst seine Türme auf der g-Linie verdoppelte. Nach dem Öffnen der Stellung drohte auf g1 matt oder der Verlust des Läufers auf g2. Sein Gegner gab auf.

Wolfgang an Brett 2 hatte eine Stellung, die Remis geendet hätte, wenn sein Gegner die Bauernstruktur geschlossen gehalten hätte. Nach dem Öffnen einer Turmlinie konnte Wolfgang dank seines Läufers auf der langen Diagonale Matt auf g7 drohen, was sein Gegner nur mit dem Qualitätsopfer auf f6 abwehren konnte. Was danach folgte, war herausragend: Wenn es, analog zum Fußball mit dem Tor des Monats, ein Matt des Monats geben würde, Wolfgang hätte die Medaille sicher. Wie er statt des Abtausches seine beiden Türme treppenartig von der 6. und 7. Reihe unwiderstehlich bis zum Matt auf der Grundreihe führte, war sehenswert.

An diesem Tage hatten wir das Momentum auf unserer Seite, da alle Partien sicher standen.

Selbst wenn die eine oder andere Partie Remis ausgegangen wäre, hätte auch dies zum Weiterkommen genügt.

Brett

Heimmannschaft

DWZ

Gastmannschaft

DWZ

Ergebnis

Klosterlechfeld

Königsbrunn

4.0 : 0,0

1

Hornung Hans Dr.

Kolb Wolfgang

1 : 0

2

Kölbl Wolfgang

Stein Johann

1 : 0

3

Heinrich Lorenz

Goll Peter

1 : 0

4

Heinrich Helmut

Roser Fritz

1: 0

Hart erkämpfter Sieg in der Schwabenliga II

gegen Buchloe 4,5 : 3,5 gewonnen!

Buchloe war ein erwartet spielstarker Gegner. Es war von Anfang an klar, dass dieser Mannschaftskampf für uns als Absteiger keine einfache Aufgabe war. Dies war dann auch im Spielverlauf an den einzelnen Brettern ersichtlich, da es relativ lange dauerte, bis sich einzelne Ergebnisse ergaben. [doppelt gemoppelt hält besser.]

Karsten an Brett 5 leistete sich eine kleine Unaufmerksamkeit und stellte Material ein. Trotz extremer Zeitnot konnte er aber mit einer Gabel Material zurückgewinnen. Man einigte sich auf ein Remis.

Jonathan an Brett 3 verbrauchte zu Beginn der Partie zu viel Bedenkzeit, mit nur noch wenigen Minuten auf der Uhr ging irgendetwas schief und er verlor.

Stefan an vier hatte ein ausgeglichenes -jeweils ein Turm, eine Leichtfigur und Bauern- Endspiel. Die beiden Spieler einigten sich auf ein Remis, da keiner von beiden seine Stellung verstärken konnte.

Ähnlich verlief es für unseren Spitzenspieler Alexander an Brett 1; Weiß hatte m. E. im Mittelspiel eine leichte Initiative, nur gab es im schwarzen Lager keine Schwachstellen, die Weiß hätte nutzen können. Auch hier einigte man sich auf ein erkämpftes Remis.

Der Zwischenstand war somit 1,5:2,5. Es blieb somit für den weiteren Verlauf spannend und knapp.

Helmut an Brett 7 konnte sich auf den schwarzen Feldern mit seinem schwarzfeldriger Läufer Raumvorteil sichern. Die schwierige Stellung führte dazu, dass sein Gegner die Zeit überschritt und verlor.

Umgekehrt leistete sich Erik einen „dicken Schnitzer“, als er in ausgeglichener Stellung übersehen hatte, dass sein Gegner mit dem Schlagen von Bauer e5 nach d4 zugleich seine Dame auf d6 zum Angreifen öffnete. Nach dem Übersehen gewann sein Gegner einfach eine volle Figur auf g3. Der Berichterstatter kennt einen solchen „Blaster“ aus eigener Erfahrung. Die Figur und der Punkt waren weg.

Der neue Zwischenstand war somit 2,5:3,5. Es blieb schwierig.

Hans an Brett 2 hatte seine Dame gegen Figur und Turm gegeben. Sein Gegner wollte kein Remis akzeptieren, da im „Normalfall“ die Damenseite leichte Vorteile hat, und überzog. Hans konnte mit einer einfachen Gabel Material gewinnen und obsiegte. Der neue Zwischenstand war nun 3,5:3,5.

Nun hing es vom Spiel zwischen Alexandra Pracht und Lorenz ab, wie der Kampf insgesamt ausgehen würde. Alexandra wählte eine sichere Eröffnungsvariante und Lorenz konnte nach einer kleinen Ungenauigkeit eine leichte Initiative entwickeln, die bis ins verbleibende Turm-Figuren-Bauern-Endspiel und bis in die zweite Zeitkontrolle anhielt. Zugleich verteidigte Alexandra sehr geschickt, indem sie die eigenen Türme so aktiv wie möglich einsetzte, so dass die Partie lange in Remisbreite blieb. Erst kurz vor der zweiten Zeitkontrolle konnte Lorenz mit einem Ablenkungsopfer Material gewinnen bzw. in ein sicher gewonnenes Endspiel abwickeln. Ein glücklicher Ausgang!

Im Ergebnis war es ein hart erkämpter Erstrundensieg. Es ist lange her, dass wir das glückliche(re) Ende auf unserer Seite hatten.

1. Runde am 16.10.16 |
1 SK Klosterlechfeld DWZ SK Buchloe DWZ 4½ – 3½
1 1 King, Alexander 2073 1 Capris, Marius 1985 ½ – ½
2 2 Hornung, Hans, Dr. 1980 2 Weller, Uli 1947 1 – 0
3 4 Kölbl, Jonathan 1954 3 Kugelmann, Joachim 1921 0 – 1
4 5 Winterkamp, Stefan 1927 4 Keller, Alexander 1857 ½ – ½
5 6 Birnbaum, Karsten 1908 5 Kutter, Andreas 1725 ½ – ½
6 7 Heinrich, Lorenz 1897 6 Pracht, Alexandra 1710 1 – 0
7 8 Heinrich, Helmut 1875 7 Weisbrod, Jörg 1625 1 – 0
8 13 Lehmann, Erik 1675 12 Bail, Leonhard 1568 0 – 1
Schnitt: 1911 Schnitt: 1792
1. Runde am 16.10.16 |         Alle Ergebnisse:
1 SK Klosterlechfeld SK Buchloe 4½ – 3½
2 SF Buchenberg TSV Mindelheim 3 – 5
3 SC Dietmannsried SC Kaufbeuren 1892 4 – 4
4 SC Sonthofen SF Bad Grönenbach 2½ – 5½

Schwabenliga 2 Süd  2016/2017

Rang Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 MPkt BPkt
1. SF Bad Grönenbach ** 2 – 0 5,5 – 2,5
2. TSV Mindelheim ** 5 2 – 0 5,0 – 3,0
3. SK Klosterlechfeld ** 2 – 0 4,5 – 3,5
4. SC Dietmannsried ** 4 1 – 1 4,0 – 4,0
4. SC Kaufbeuren 1892 4 ** 1 – 1 4,0 – 4,0
6. SK Buchloe ** 0 – 2 3,5 – 4,5
7. SF Buchenberg 3 ** 0 – 2 3,0 – 5,0
8. SC Sonthofen ** 0 – 2 2,5 – 5,5

Bittere Niederlage in der Schwabenliga I

unglücklich gegen Aichach 3,5 : 4,5 verloren!

Wir hatten die eindeutige Niederlage in der zweiten Runde gegen den Aufstiegsfavoriten Mering gut verkraftet und alle waren guter Dinge, dass wir diese Runde erfolgreicher gestalten können.

Es begann auch sehr vielversprechend, als Wolfgang an Brett 8 in einer klassisch angelegten Partie den Königsflügel seines Gegners im Sturm eroberte und den gegnerischen König „gefangen nahm“. 1:0

An den anderen Brettern war es fast überall ausgeglichen; es konnte noch nicht gesagt werden, wo im Mannschaftsergebnis Caissas Waagschale ausschlagen wird.

Helmut an Brett 7 spielte eine erprobte Abtauschvariante in Aljechin; die Stellung sah remislich nach dem Abtausch der Damen aus, nur war Weiß deutlich besser entwickelt. Daher konnte Weiß mit einem Grundlinienmatt drohen; durch diesen Tempogewinn mit der Mattdrohung verlor Helmut eine Figur. Helmut gab die Partie verloren.

Karsten wählte an Brett 5 eine sehr aggressive Eröffnung mit Schwarz, so dass einem beim Zuschauen Angst werden konnte: sowohl um die gegnerische Stellung als auch um seine Stellung mit der exponierten Dame. Karsten wickele danach günstig ab und dürfte im entstandenen Endspiel mit Schwerfiguren und jeweils schwarzfeldrigem Läufer leicht besser gestanden haben, ohne dass es jedoch eine konkreten Plan gegeben hätte, den optischen Eindruck in einen Sieg ummünzen zu können. Wechselseitig war es ein verdientes Remis.

Jonathan an Brett 4 verlor leider unglücklich. Jonathan spielte die Sizialliansche Eröffnung sehr gediegen und dürfte nach dem Hansschen und Lorenzschen Dafürhalten leicht besser gestanden haben. Der Berichterstatter hat nicht gesehen, wieso dann die Partie verloren ging. Es gilt die alte Regel im Turnierschach, dass man den Ausgang -zum Glück- nicht orakeln kann.

Unser Käpt’n Stefan spielte an Brett 3 „catch me, if you can!“, indem er seine Dame auf dem Königsflügel aktiv einsetzte und zugleich als mögliches Angriffsziel anbot. Hans war, als er Lorenz nach Hause fuhr, in der Nachanalyse der Meinung, dass der frühe Damenausfall in dieser Variante gut war. Der Berichterstatter hat während dem zeitweiligen Hineinschauen in die Partie das ungute Gefühl, wonach es zu viele Angreifer war, die Dame „jagen“ konnten. Nach dem radikalen Aufbrechen der Stellung durch Weiß mit g4, was die Partie im Ergebnis verloren.

Am Spitzenbrett machte es Alexander besser, indem er einen Fide-Meister niederrang. Es war eine feste Bauernkette entstanden, die Alexander für sich vorteilhaft öffnen konnte. Der Berichterstatter hat leider nicht gesehen, wie es zu dem vorteilhaften und gewinnbringenden Abtausch kam. Es war jedenfalls ein großartig herausgespielter Sieg.

Leider machte es Lorenz an Brett 6 nicht so gut wie Alexander. Lorenz konnte in der Eröffnung eine vorteilhafte Stellung erreichen und war nach einem Scheinopfer dem Sieg (scheinbar) sehr nahe. Als Lorenz in der Variantenberechnung den stärksten Fortsetzungszug ausließ, kam es zum Abtausch. In der Computeranalyse wäre auch dieser zweitstärkster Zug gut gewesen, wenn Lorenz in der Abwicklung zunächst den Turm auf f8 getauscht hätte. In der gespielten Partie entstand ein remisliches Endspiel mit jeweils Dame und Springer und Bauern. Zudem konnte sein Gegner aufgrund des Spielzwischenstandes Remis durch Dauerschach herbeiführen.

Der nächste Pechvogel war Hans an Brett 2: Auch Hans ließ in vermeintlich, -vermeintlich hier in Bezug auf die Tatsache, dass man ggf. einen Gewinn am Brett beweisen muss und nicht in einer späteren Analyse,- gewonnener Stellung den besten Fortsetzungszug aus. Das verbliebene Turmendendspiel plus Bauern war erkennbar Remis.

Damit war die unglückliche Niederlage im Mannschaftskampf besiegelt.

3. Runde am 13.12.15 |
1 SK Klosterlechfeld DWZ BC Aichach 1917 DWZ 3½ – 4½
1 1 King, Alexander 2012 1 Mack, Wolfgang 2107 1 – 0
2 2 Hornung, Hans, Dr. 1992 2 Federlin, Arnold 2144 ½ – ½
3 3 Winterkamp, Stefan 1967 3 Martin, Michael 1978 0 – 1
4 4 Kölbl, Jonathan 1967 4 Glaser, Christian 1957 0 – 1
5 5 Birnbaum, Karsten 1918 5 Lenz, Bernhard 1948 ½ – ½
6 6 Heinrich, Lorenz 1873 6 Probsdorfer, Günther 1901 ½ – ½
7 7 Heinrich, Helmut 1877 6 Probsdorfer, Günther 1901 0 – 1
8 8 Koelbl, Wolfgang 1828 8 Kaltenegger, Martin 1832 1 – 0
Schnitt: 1929 Schnitt: 1971

Alle Ergebnisse:

3. Runde am 13.12.15 |
1 SK Klosterlechfeld BC Aichach 1917 3½ – 4½
2 SK Marktoberdorf I SC Friedberg 4 – 4
3 SG Augsburg 1873 SF Bad Grönenbach 5 – 3
4 SK Königsbrunn SK Mering 3½ – 4½

Tabelle:

Schwabenliga 1      2015/2016

Rang Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 MPkt BPkt
1. SK Mering ** 6 6 – 0 16,0 – 8,0
2. SK Königsbrunn ** 6 6 4 – 2 15,5 – 8,5
3. SG Augsburg 1873 ** 5 4 – 2 13,0 – 11,0
4. SK Marktoberdorf I ** 4 5 3 – 3 11,5 – 12,5
5. SC Friedberg 2 4 ** 3 – 3 10,5 – 13,5
6. SK Klosterlechfeld 2 ** 2 – 4 11,0 – 13,0
6. BC Aichach 1917 3 ** 2 – 4 11,0 – 13,0
8. SF Bad Grönenbach 2 3 ** 0 – 6 7,5 – 16,5

Guter Start in der Schwabenliga I 2015/16

Gegen Marktoberdorf 5,5:2,5 gewonnen.

Gegen die starke Mannschaft von Marktoberdorf war ein hochwertiger Wettkampf zu erwarten; mit den Spielern von Marktoberdorf gibt es traditionell „harte“ Kampfpartien.

Wir waren dieses Mal begünstigt, da Marktoberdorf ein Brett freilassen musste. Dies war auch dadurch bedingt, dass nach der neuen Regel dieses Jahr kein Spieler in der gleichen Runde zwei Mal eingesetzt werden kann, so dass Marktoberdorf keinen Ersatz von der zweiten Mannschaft bekommen konnte, da deren zweite Mannschaft gestern gespielt hatte. Jonathan an Brett 4 gewann somit kampflos.

Apropos Regeln: Für Marktoberdorf kam dann noch ein weiteres Pech hinzu: an Brett 8 ging das Handy des Marktoberdorfer Spielers hörbar an, was nach der aktuellen Regelung den sofortigen Verlust der Partie nach sich zieht. Der Berichterstatter ist zwar kein Freund dieser Regel, nur sind in einem Wettkampf die gültigen Regeln anzuwenden. Zudem wurden alle Spieler vor Spielbeginn über diese Regel ausdrücklich „belehrt“. Ines konnte somit den schnellsten Sieg in der Schachgeschichte von Klosterlechfeld in der Schwabenliga I „einfahren“, nachdem die Eröffnungszüge vollzogen waren. Soweit zum „Vorlauf“, der uns mit zwei Punkten im Vorteil sah. Lorenz an Brett 6 spielte die Eröffnung ungenau und zugleich entstand eine ausgeglichene Stellung, bei der für das Schwerfigurenendspiel Loren den aktiven Springer hatte und Schwarz versuchte, den schwarzfeldrigen Läufer zu aktivieren. Bei Abtauschen eines Vorstoßbauerns übersah Schwarz aber eine kleine Kombination, die Lorenz eine Mehrfigur im Damenendspiel beließ. Diesen Materialvorteil verwertete Lorenz sicher zu einem Punktgewinn. Karsten an Brett 5 hatte in der Eröffnung einen Bauern verloren. Er tat daher alles dafür, das Spiel zu verkomplizieren. Im Ergebnis konnte er dadurch die Partie im entstehenden Handgemenge noch ins Remis retten. Gut im Kampf „’rausgeschwindelt“, Karsten. Bravo! Dieses Remis war fast ein gefühlter Sieg. Unser Käpt’n hatte an Brett 3 nicht so viel Glück. Nach einem schweren Schnitzer in der Eröffnung wurde er nach und nach in eine Verluststellung gebracht. Diese Partie ging verloren. Helmut an Brett 7 wies seinem Gegner nach, dass die Eröffnung von Weiß falsch behandelt worden war, in der mit Lf2 die weiße Stellungsstruktur kräftig durcheinanderwirbelte. Am Ende blieb Helmut mit zwei Figuren plus Turm plus offene Stellung von weiß klar im Vorteil und gewann souverän. An Brett 1 hätte Alexander eine Qualität gewinnen können, was zugleich zu einem unklaren Gegenspiel seines Gegners führt hätte. Angesichts der geringen verbleibenden Bedenkzeit wollte Alexander kein Risiko eingehen und wählte eine sichere Remisabwicklung. In gleicher Weise ging Hans an Brett 2 mit Weiß vor. Seine Stellung wirkte optisch überlegen, nur praktisch war an diesem Tag kein Gewinnplan im Mittelspiel in Sicht. Für einen Raumvorteil alleine gibt es nur angenehmes Spiel. Auch hier einigte man sich auf ein Remis. Alles in allem wurde Marktoberdorf in dieser ersten Runde heuer, bedingt durch die erwähnten Kampflos- bzw.- regeltechnischer-Verlustpartien, unter Wert geschlagen. Es wäre spannend gewesen, wenn die beiden anderen Bretter ebenso ausgespielt worden wären, da dann auch die Ausgangssituation für alle anderen Bretter eine andere gewesen wäre. Nur gilt für jeden Wettkampf, dass auch solche Punkte miteinzubeziehen sind.

1. Runde am 11.10.15 |
1 SK Klosterlechfeld DWZ SK Marktoberdorf I DWZ 5½ – 2½
1 1 King, Alexander 2012 1 Ruprecht, Martin 2075 ½ – ½
2 2 Hornung, Hans, Dr. 1985 2 Stein, Marco 2009 ½ – ½
3 3 Winterkamp, Stefan 1967 4 Brugger, Hans 2020 0 – 1
4 4 Kölbl, Jonathan 1967 5 Pensold, Heiko 1886 + – –
5 5 Birnbaum, Karsten 1917 6 Bacherler, Thomas, Dr. 1989 ½ – ½
6 6 Heinrich, Lorenz 1873 7 Jankowski, Moritz 1889 1 – 0
7 7 Heinrich, Helmut 1877 8 Wagner, Roland 1812 1 – 0
8 14 Kölbl, Ines 1693 14 Fischer, Johann 1736 1 – 0
Schnitt: 1911 Schnitt: 1927