Kategorie-Archiv: Mannschaften

Schöner Sieg im mittelschwäbischen Mannschaftspokal gegen Bobingen

Im Finale des mittelschwäbischen Mannschaftpokals durften wir die Schachfreunde aus Bobingen bei uns begrüßen. Herr Florian Sueß stand dankendswerter Weise als Schiedsrichter zur Verfügung.

Für uns ging es darum, nachdem wir letzte Woche das „Finale“ um den Aufstieg in der Schwabenliga I gegen die SF Augsburg verloren hatten, nunmehr das „halbe Double“ zu retten.

Wolfgang an Brett 4 legte mit Schwarz famos vor, indem er Dame und Turm zum Angriff in der h-Linie positioneren konnten. Die weißen Springer auf e2 und e1 waren keine echten Verteidiger, da das wichtige Feld f3 vom schwarzen Bauer auf e4 nicht betreten werden konnte. Nach Bh3 kam das Oper Lxh3 und die beiden Schwerfiguren hatten leichtes Spiel, zumal der schwarzfeldrige Läufer auch noch aktiviert werden konnte.

Alexander an Brett 2 spielte gegen den erfahrenen Spieler Wolfgang Friedrich, der solides Spiel vorträgt. Es kam zu einer spannenden Positionspartie, bei der Alexander nachweisen konnte, dass die schwarzen Bauern auf dem Damenflügel nicht genügend oft überdeckt waren; insbesondere der rückständige Bauer auf c7, der von dem weißen Bauern d5 nachhaltig blockiert war, war ein „Sorgenkind“. Nachdem es zum Bauernverlust kam, gab Wolfgang auf und Alexander konten den wichtigen zweiten Punkt für uns verbuchen. Uns fehlte noch ein halber Punkt zum Pokalsieg.

Lorenz an Brett 3 spielt ein gewagtes doppeltes Figurenopfer; Lorenz sah gute Angriffsaussichten, die mindestens eine Figur zurückbringen mussten, um sonst drohende Mattstellungen zu verhindern und dazu noch den einen oder anderen Bauerngewinn. Da aktive Angriffsspiel führte dazu, dass nach dem Rückgewinn einer Figur zugleich am Ende des Tages doch noch ein Matt entstanden war. Damit hatten wir den Mannschafts-Pokalsieg sicher.

Hans an Brett 1 spielt eine ungewöhnliche Variante, indem er seinen Turm über a7 entwickelte; dieser Turm deckte zwar den Bauern b7 und drohte später den weißen Bauern a2 zu erobern, nur wurde im Gegenzug die eigene Grundreihe geschwächt und die beiden Zentrumslinien dem Gegner überlassen. Letztendlich verlor Hans als Folge dieses Manövers die Qualität und da er dafür auch keine Kompensation erreichen konnte, war das verbliebene Endspiel zwingend verloren. Dieser Punktverlust war bei dem bereits erzielten Punktestand hinzunehmen.

Insgesamt waren es schöne Partien und wir sind einfach glücklich, eine Trophäe gewonnen zu haben. Der Dank gilt nochmals an Florian Sueß, der als Schiedsrichter für einen korrekten Ablauf sorgte, ohne auf den i-Punkten von Paragraphen zu pochen; ein Schiedsrichter ist stets gut, wenn er nur dann eingreift, wenn’s notwendig ist.

„Finale“ der Schwabenliga I gegen SF Augsburg klar verloren

Es kam in der letzten Runde der Saison 2017/18 in der Schwabenliga I zum gewünschten Showdown am „Gemeinde Corral“: mit einem Sieg gegen die Schachfreunde Augsburg hätten wir den Aufstieg in die Regionalliga noch erreichen können.

Es war von Anfang eine Herkulesaufgabe und leider konnten wir nicht in Bestbesetzung antreten. Zudem mussten wir ein Brett offenlassen, da ein Spieler kurzfristig absagen musste. Trotzdem warfen wir uns in die „Schlacht“ wie es einst unsere Vorfahren gegen die Hunnen getan hatten.

Es begann in Bezug auf die gespielten Partien verheißungsvoll, als Kevin in einer schönen Partie an Brett 3 das Eindringen der gegnerischen Dame auf g6 mit dem Läufer auf der Diagonalen c7-f7 ignorieren konnte, weil seine Position neben einem Angriffsvorteil auch genügend Verteidungs-ressourcen hatte. Hätte Weiß noch Sf5 nachziehen können, wäre es „brenzlig“ geworden, nur hatt Schwarz auch das Feld f5 vorbeugend abgesichert. Wie sagte sein Gegner, als der Berichterstatter Kevin gratulierte: „Das war nur das 1:1!“ und aktuell war’s tatsächlich nicht mehr und nicht weniger.

Alexander kam an Brett 1 leider nach und nach gegen Vuckovic Aleksandar, der rd. 300 DWZ-Punkte mehr aufweist, ins positionelle Hintertreffen und verlor.

Stefan an Brett 6 opferte mutig die Qualität, weil ihm danach ein starker weißfeldriger Läufer als Kompensation bliebt. Es gab zugleich keine Möglichkeit, die unterschiedliche Wirkung der Figuren in aktives Spiel umzusetzen. Die Spieler einigten sich auf ein Remis.

Hans an Brett 3 sah sich einer ungewöhnlichen Zugfolge ausgesetzt, da Schwarz sehr früh a5 gezogen hatte. Hier war dieser frühe Zug positionell gerechtfertigt, weil danach Weiß festlegen musste, wie er dieser ungewöhnlichen Zugfolge Paroli bieten wollte. Am Ende des Tages hatte Schwarz eine unwiderstehliche Bauernwalze auf dem Damenflügel, die nicht mehr zu stoppen war. Hans musste aufgeben.

Wolfgang hatte uns dankenswerter Weise am Brett 8 ausgeholfen und hatte nach Ansicht des Berichterstatters im Mittelspiel einen positionellen Vorteil, nachdem er den Lc8 nach b7 mit dem Bauerntausch ablenken konnte und somit sein Springer e6 eroberte. Nachdem weitere Figuren getauscht waren, entstand ein remisliches Endspiel. Die Spieler einigten sich daher auf ein Remis.

Helmut an Brett 7 hatte leichte Stellungsvorteile, da er seinen Turm auf die zweite Reihe von Weiß bringen konnte. Dieses Stellungsmerkmal allein genügt nicht zum Sieg, zumal es keine weiteren Einbruchsfelder gab. Die beiden Spieler einigten sich auf ein Remis.

Lorenz an Brett 5 kam auf die Verliererstraße, als er im Figuren- und Turmendspiel einen rückständigen Bauern auf c6 hergeben musste. Im verbleibenden Bauern- und Turmendspiel konnte sein Gegner ständig mit dem Freibauern auf der a-Linie drohen. Nachdem dann in Folge auf dem Königsflügel weitere Einbruchsfelder für Weiß gegeben waren, konnte der freie a-Bauer nicht mehr gehalten werden.

Im Ergebnis gewannen die Schachfreunde Augsburg verdient mit 5,5 zu 2,5 und sicherten sich damit souverän den Aufstieg. An diesem Tag gab es keinen bitteren Nachgeschmack; dazu war der Sieg der Schachfreunde Augsburg zu klar. Uns blieb nur den Schachfreunden Augsburg zum verdienten Aufstieg zu gratulieren.

7. Runde am 15.04.18

4 SK Klosterlechfeld DWZ SF Augsburg DWZ 2½ – 5½
1 1 King, Alexander 2057 1 Vuckovic, Aleksandar 2321 0 – 1
2 2 Hornung, Hans, Dr. 1948 2 Vuckovic, Zarko 2087 0 – 1
3 4 Steffen, Kevin, Dr. 2054 3 Kampen, Hans 2036 1 – 0
4 5 Kölbl, Jonathan 1906 4 Weller, Uli 2055 – – +
5 6 Heinrich, Lorenz 1912 7 Brückner, Alexander 1867 0 – 1
6 7 Winterkamp, Stefan 1905 10 Schädler, Andreas 1840 ½ – ½
7 8 Heinrich, Helmut 1878 12 Gubariev, Jakob 1888 ½ – ½
8 10 Koelbl, Wolfgang 1868 15 Weisheit, Erik 1781 ½ – ½
Schnitt: 1941 Schnitt: 1984

Schwabenliga 1    2017/2018   Endtabelle:

Rang Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 MPkt BPkt
1. SF Augsburg ** 7 6 12 – 2 37,5 – 18,5
2. SK Klosterlechfeld ** 4 9 – 5 34,0 – 22,0
3. SK Krumbach ** 4 7 9 – 5 32,5 – 23,5
4. Post-SV Memmingen ** 4 9 – 5 30,0 – 26,0
5. SC Friedberg ** 3 4 5 – 9 26,5 – 29,5
6. SC Kempten 1878 1 4 4 5 ** 4 5 – 9 22,0 – 34,0
7. BC Aichach 1917 1 4 4 4 ** 5 – 9 20,5 – 35,5
8. SC Königsbrunn 2 ** 2 – 12 21,0 – 35,0

Glanzvoller Sieg in der Schwabenliga I

gegen Memmingen mit 6:2

Memmingen trat gegen uns stark ersatzgeschwächt an. Wir mussten Pawel ersetzen; für ihn sprang dankenswerter Weise Karsten ein.

Alexander machte am Spitzenbrett ein frühes Remis. Gegen das erste Brett von Memmingen (=Manfred Schweizer) ist es schwer, mit Schwarz Vorteil in der Eröffnung herauszuarbeiten. Es war vernünftig, das Remis anzunehmen.

Karsten an Brett 8 hatte eine Stellung erreicht, bei der Karsten optisch leicht aktiver stand und zugleich Schwarz Gegenspiel hatte. Es war kein Plan erkennbar, wie Karsten hätte nachsetzen können. Die Spieler einigten sich auf ein stellungsgerechtes Remis. Auch in der späteren Analyse gab es keine klare Tendenz.

Lorenz an Brett 5 stand nach der Eröffnung grottenschlecht und musste nach dem Eindringen der weißen Dame die Qualität geben. Zugleich unterschätzte sein Gegner die schwarzen Ressourcen im Endspiel: die beiden aktiven Läufer von Lorenz führten dazu, dass Lorenz mit Txb2 in die weiße Stellung eindringen konnte. Lorenz gewann dann die Qualität zurück, weil sein Gegner keine Zugwiederholung haben wollte. Es verblieben jeweils ein Turm und der weißfeldrige Läufer plus Bauern. Nachfolgend gewann Lorenz beide verbliebenen Bauern von Weiß auf dem Königsflügel und hatte danach seine Freibauern auf e4 und f5. Verbunden mit dem weißen König auf der Grundreihe und einem schwarzen Läufer auf g4 war es eine technische Gewinnstellung. Als mit Be3 dann auf c1 Matt drohte, musste der weiße König über g2 fliehen und nach der Bauernumwandlung, wofür sich der weiße Turm opfern musste, gab sein Gegner auf.

Stefan an Brett 6 spielte eine großartige Partie, bei der stets leicht überlegen stand. Sein Gegner wehrte sich beim Übergang von der Eröffnung zum Mittelspiel sehr stark, da man das Gefühl hatte, als sollte sich die schwarzen Felderschwächen schon im Mittelspiel „rächen“. Stefan konnte nach dem Damentausch im Endspiel seine Freibauern besser einsetzen und gewann nach hartem Kampf.

Helmut an Brett 7 spielte an diesem Tag äußerst souverän. Helmut spielte konsequent mit seinen Figuren auf seine starken Felder, was Weiß zu einem folgenschweren Fehler verleitete: Helmuts Gegner übersah ein Familienschach und verlor die Dame gegen einen Springer. Helmuts Gegner spielte zwar noch ein paar Züge weiter, nur war der Materialnachteil viel zu groß. Helmut gewann.

Wir hatten daher schon vier Brettpunkte als Zwischenstand!

Kevins Gegner an Brett 3 hatte in der Eröffnung eine Figur geopfert, da die Aussicht bestand, dies mit aktivem Spiel ausgleichen zu können. Als die zunächst geplante Fesselung der Mehrfigur nicht so einfach ging, wie eigentlich gedacht und erhofft, neigte sich die Waagschale der Caissa Kevin zu: mit jedem Abtausch zeigt sich dann der Wert der Mehrfigur. Am Schluss gab dann der Gegner von Kevin auf, als der Materialvorteil zum technischen Gewinn reichte.

Jonathan an Brett 4 hatte nach der Eröffnung eine Stellung, die wechselseitig eine Art Handgemenge war. Beide Spieler hatte aktive Felder und Figuren, aber auch schwache Felder und als Ergebnis davon mussten beide Spieler Einbruchsfelder abdecken. Am Ende war es beidseitig ein hart erkämpftes Remis.

Hans an Brett 2 hatte eine sehr gut stehende Partie: wie so oft, -ich korrigiere: wie immer,- stand Hans nach der Eröffnung positionell überzeugend und es hatte den Anschein, als wolle er die schwarze Festung mit seiner weißfeldrigen Bauernwalze überrennen. Trotz für Hans günstiger Diagonalen konnte Schwarz nach dem Abtauschen der Bauernkette ein Gleichgewicht halten. Die Schlusssequenz hat der Berichterstatter nicht gesehen, nur war klar, dass mit der knappen Zeitfolge für die Schlusszüge es schwieriger wird, einen Gewinnzug zu finden, soweit es einen solchen in der komplexen Schlussstellung gab. Das Remis war jedenfalls aus kämpferischer Sicht in Ordnung. [Für die B-Noten nach der Eröffnung müsste Hans einen Viertelpunkt zusätzlich gutgeschrieben bekommen! Diese Bauernwalze sieht man nicht jeden Spieltag! Leider gibt’s diese Benotungsregel im Schach nicht.]

Es passte die kämpferische Einstellung an allen Brettern.Wenn so viele Bretter hart umkämpft sind, hätte der eine oder andere halbe oder gar ganze Punkt noch verloren gehen können. Alles in allem sind wir dankbar, dass es heute so gut lief.

3 SK Klosterlechfeld DWZ Post-SV Memmingen DWZ 6 – 2
1 1 King, Alexander 2039 1 Schweizer, Manfred 1999 ½ – ½
2 2 Hornung, Hans, Dr. 1956 2 Hamlack, Heinz 1969 ½ – ½
3 4 Steffen, Kevin, Dr. 2014 5 Dorner, Guenther 1856 1 – 0
4 5 Kölbl, Jonathan 1903 7 Zimmermann, Jens 1765 ½ – ½
5 6 Heinrich, Lorenz 1922 8 Göttl, Michael 1674 1 – 0
6 7 Winterkamp, Stefan 1910 9 Pfalzer, Helmut 1773 1 – 0
7 8 Heinrich, Helmut 1870 15 Duvnjak, Pero 1607 1 – 0
8 9 Birnbaum, Karsten 1869 14 Fischer, Peter 1486 ½ – ½
Schnitt: 1935 Schnitt: 1766
5. Runde am 04.02.18 |
1 SK Krumbach SC Friedberg 4½ – 3½
2 BC Aichach 1917 SC Kempten 1878 4 – 4
3 SK Klosterlechfeld Post-SV Memmingen 6 – 2
4 SF Augsburg SC Königsbrunn 6 – 2

Schwabenliga 1       2017/2018

Rang Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 MPkt BPkt
1. SF Augsburg ** 6 7 8 – 2 27,5 – 12,5
2. SK Krumbach ** 7 8 – 2 25,0 – 15,0
3. SK Klosterlechfeld ** 6 4 7 – 3 25,5 – 14,5
4. Post-SV Memmingen 2 ** 6 – 4 22,0 – 18,0
5. SC Friedberg ** 4 5 – 5 20,0 – 20,0
6. SC Königsbrunn 2 ** 2 – 8 15,0 – 25,0
7. SC Kempten 1878 1 4 ** 4 2 – 8 13,0 – 27,0
8. BC Aichach 1917 1 4 4 ** 2 – 8 12,0 – 28,0

Mannschaftsopokal Mittelschwaben

Ergebnisse Halbfinale:

SK Bobingen – SK Krumbach                      3 – 1

Friedrich Wolfgang – Dr. Link Ulrich          remis
Kienle Paul – Gulde Josef                             remis
Becker Dieter – Fischer Johann                   1 – 0
Degle Walter – Brosch Franz                       1 – 0

SV Stauden – SK Klosterlechfeld                 1- 3

Schuster, Reinhold – King, Alex                remis
Singl, Stefan – Hornung, Hans                 remis
Konradt, Michael – Jahn, Manuel             0 – 1
Lutz, Karl – Birnbaum, Karsten                 0 – 1

Finale am 21.04.2018

SK Klosterlechfeld – SK Bobingen

Schwabenliga I Kempten vs. Klosterlechfeld ein dramatisches 4:4

Guter Dinge fuhren wir ins tiefverschneite Allgäu. Für die winterlichen Verhältnisse war die Anfahrt angenehm, da die Straßen weitgehend geräumt waren. Da es zugleich keinen Neuschnee gab, war es für den langen Anfahrtsweg in Ordnung.

Das neue Spiellokal des SK Kempten war schön hell und geräumig.

Es begann auch sehr gut, als Kevin auf Brett 4 nach der Eröffnung eine Druckstellung mit einer Mattdrohung hatte. Die Partie war dann zugunsten von Kevin im Mattangriff vollendet worden, blieb aber, -wir jammern auf hohem Niveau-, unveredelt, da das direkte Turmopfer mit Matt in zwei Zügen ausgeblieben war.

Lorenz an Brett 5 machte es ähnlich wie Kevin, als sein Gegner den König schon in der Eröffnung über f7 nach g6 brachte. Solche Stellungen sind nicht „automatisch“ gewinnbar und zugleich liegen Lorenz solche offenen Stellungen mit frühem Handgemenge. Daher fand Lorenz einen trickreichen Zwischenzug mit einem doppelten Springeropfer. Wenn nun der schwarze König über g6 und h7 nach g8 zu seinem Ausgangsfeld zurückgelaufen wäre, hätte Lorenz mit Db3 auf der undeckbaren Diagonale b3 – g8 in zwei Zügen mattgesetzt, da der Läufer f8 den König einsperrte. Da somit der schwarze König von h7 nach g6 zurückmusste, gewann Lorenz auf der durch das Springeropfer geöffneten h-Linie den Turm auf h8. Es war ein unglaubliches Stellungsbild: Lorenz hatte nur den h-Turm „entwickelt“ und zugleich war die Stellung gewonnen, weil 1. die schwarze Grundreihe gar nicht entwickelt war und 2. die weiße Dame auf der h-Linie Matt drohen konnte.

Somit waren sehr früh zwei Brettpunkte erreicht.

Manuel Milling an Brett 8 hatte leichten Stellungsvorteil wegen des schlechten schwarzfeldrigen Läufers von Weiß, nur bot sich in einem Stonewoll-ähnlichen Stellungsbild kein Einbruchsfeld an. Die Spieler einigten sich auf ein Remis.

Pawel an Brett 3 fand kein klares Gegenspiel gegen den Aufbau Lb7 und Dc6. Diese lange Diagonale wirkte als ständige Drohung gegen die weiße Stellung. Pawel stellte daher seinen zweiten Turm auf die zweite Reihe, um den Punkt g2 nochmals zu überdecken. Hier kam dann der Nachteil, wonach Schwarz mit dem Turm auf der Grundreihe eindringen konnte. Schwarz fand dann einen schönen taktischen Trick, wie er den Stellungsvorteil ausnutzen konnte. Pawel musste aufgeben.

Stefan an Brett 6 kämpfte großartig. Nachdem er auf h6 einen Bauern eingestellt hatte, fand er mit dem Manöver Dxa4 und überraschend folgend Dg4 einen trickreichen Zwischenzug: Es drohte mit dem Läufer auf b7 Matt auf g2 und zugleich war der Läufer auf g5 ungedeckt. Stefan gewann Material, nur war dann der Gewinnweg ein weiter Weg, da Weiß einen Freibauer bis nach e7 brachte. Aufgrund der Zeitnot seines Gegners konnte Stefan doch noch gewinnen.

Unglücksrabe des Tages war Helmut an Brett 7: er hatte im Mittelspiel zwei Bauern erobert, was im Endspiel Turm plus jeweils eine Leichtfigur eine technische Gewinnstellung war. Helmut tauschte dann die Leichtfiguren und musste dann seinen Turm für den Freibauern von Schwarz auf der f-Linie geben. Da er zugleich dafür drei Freibauern auf dem Damenflügel behielt, hätte die Stellung mindestens Remis sein müssen. Leider ließ es Helmut zu, dass Schwarz seinen König aktiv aufstellen konnte und Helmut verlor sehr unglücklich. Hier kann man es nur auf amerikanisch formulieren: Shit happens!

Alexander am Spitzenbrett hatte die rückständige Bauernkette von Schwarz belagert. Beide Seiten hatten noch die Damen und beide Türme auf dem Brett. Um diesen nachhaltigem Druck entgegenzuwirken, öffnete Schwarz kurz vor der Zeitkontrolle auf Biegen und Brechen den Königsflügel mit dem Risiko, selbst mit der offenen Königsflügelflanke gegen die Schwerfiguren blank dazustehen. Leider passierten diese Manöver in hochgradiger Zeitnot, so dass Alexander nicht durchrechnen konnte, wie der „freigelegte“ König hätte wirksam gestellt werden können. Da dann jeweils ein Turm getauscht war, einigte man sich auf ein Remis.

Bei dem Zwischenstand 4:3 für uns kam es nur das Spiel von Hans am Brett 2 an. Dort war eine geschlossene Stellung, bei der Weiß leichten Vorteil hatte, vor allem wegen der offenen g-Linie für dessen Türme bzw. alternativen Druck auf den rückständigen Bauern d6. Hans spielte sehr geschickt, indem er seinerseits einen Freibauern bis auf die zweite Reihe brachte. Leider setzte er zum Schluss im Endspiel mit jeweils zwei Türmen und Bauern seinen König auf ein Randfeld statt in der Mitte zu bleiben. Weiß konnte daher dann ungestört sich drei Freibauern auf der anderen Brettseite verschaffen. Dies war nicht mehr zu verteidigen.

Im Ergebnis wurde der Kampfgeist der Kemptener Spieler belohnt und wir haben uns so gesehen nicht belohnt. C’est la vie!

 4. Runde am 21.01.18

3 SC Kempten 1878 DWZ SK Klosterlechfeld DWZ 4 – 4
1 1 Schmid, Peter 2074 1 King, Alexander 2039 ½ – ½
2 2 Oberhofer, Max 2019 2 Hornung, Hans, Dr. 1956 1 – 0
3 3 Lagassé, Pascal 1912 3 Poniatowski, Pawel 2079 1 – 0
4 4 Pleyer, Felix 1909 4 Steffen, Kevin, Dr. 2014 0 – 1
5 5 Brunold, Günter 1894 6 Heinrich, Lorenz 1922 0 – 1
6 6 Martin, Rudolf 1743 7 Winterkamp, Stefan 1910 0 – 1
7 7 Orthmann, Dirk 1737 8 Heinrich, Helmut 1870 1 – 0
8 8 Fischer, Claus 1672 12 Milling, Manuel 1737 ½ – ½
Schnitt: 1870 Schnitt: 1940
4. Runde am 21.01.18 |
1 SC Königsbrunn SK Krumbach 2½ – 5½
2 Post-SV Memmingen SF Augsburg 3½ – 4½
3 SC Kempten 1878 SK Klosterlechfeld 4 – 4
4 SC Friedberg BC Aichach 1917 4 – 4

Schwabenliga 1           2017/2018

Rang Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 MPkt BPkt
1. SF Augsburg ** 7 6 – 2 21,5 – 10,5
2. SK Krumbach ** 7 6 – 2 20,5 – 11,5
3. Post-SV Memmingen ** 6 – 2 20,0 – 12,0
4. SK Klosterlechfeld ** 4 5 – 3 19,5 – 12,5
5. SC Friedberg ** 4 5 – 3 16,5 – 15,5
6. SC Königsbrunn ** 2 – 6 13,0 – 19,0
7. SC Kempten 1878 1 4 ** 1 – 7 9,0 – 23,0
8. BC Aichach 1917 1 4 ** 1 – 7 8,0 – 24,0

Großartiger Sieg in der Schwabenliga I

gegen Friedberg 5,5 : 2,5 gewonnen!

Es war toll, dass sich Kevin nach Abschluss seiner aufwendigen Doktorarbeit bereit erklärt hatte, wieder ins Spielgeschehen einzugreifen. Friedberg hatte eine Runde zuvor die SF Augsburg bezwungen, so dass von Anfang klar war, es würde um jeden Brettpunkt hart gekämpft werden müssen.

Es war daher keine Überraschung, dass nach der Eröffnungsphase bei allen Brettern der Spielausgang offen war, d. h. kein Spieler stand in klarem Vorteil. Es hätte an diesem Tage auch acht erspielte Remisen geben können und niemand hätte sich -zu dem Spielstand nach der jeweiligen Eröffnungsphase- darüber gewundert.

An Brett 8 machte der Gegner von Helmut nach dem Abtausch aller Figuren, bis auf jeweils einen Turm, den Fehler, dass er Helmut die einzig offene Turmlinie überließ und Helmut zudem aktiv seinen Turm auf der siebten Reihe platzieren konnte. Da Helmut zudem, bedingt durch diesen positionellen Vorteil (=offene Linie plus siebte Reihe), seinen König aktiv einsetzen konnte, war die Schlussstellung technisch klar gewonnen.

Lorenz an Brett 6 konnte in einer Skandinavischen Eröffnung keinen Vorteil erzielen. Es hätte sogar die gleiche Partie wie an Brett 1 entstehen können, wenn sich Lorenz für den aktiven Tausch auf d5 entschieden hätte, wie sich später in der Analyse mit seinem Gegner herausstellte. Lorenz hielt jedoch die Stellung mit dem passiven, aber sicheren Le3, kompakt, was in gleicher Weise für die schwarze Stellung galt. Die Spieler einigten sich auf Remis.

Kurz danach tat es Jonathan in gleicher Weise. Jonathan hatte eine Altindische Variante gewählt, wo ein schwarzer Springer vor der Rochade über f8 nach g6 oder e6 geführt wird. Dies erlaubt Schwarz auf der Königsseite anzugreifen. Zugleich überdeckte der Gegner von Jonathan sehr geschickt die möglichen Einbruchsfelder und drohte seinerseits, entweder über das Zentrum oder den Damenflügel Einbruchsfelder zu öffnen. Auch dieses Remis war dem positionellen Gleichgewicht angemessen.

Unser Käpt’n Stefan an Brett 7 spielte eine sichere Partie. Da sein Gegner auf die Rochade verzichtet hatte und den König in der Mitte beließ, hatte Stefan leicht besseres Spiel. Zugleich hatte Stefan seinen König ohne Rochade über f7 entwickelt, was letztendlich der weiße Dame das Einbruchsfeld auf h7 eröffnete. Auf diese Weise konnte sein Gegner dann Zugwiederholung über Dh5+ und Dh8+ herbeiführen.

Mit dem Zwischenstand 2,5 zu 1,5 war für beide Mannschaften noch alles möglich, zumal die verbliebenen Partien weiter hart umkämpft waren. Kurz vor der Zeitkontrolle kam es dann zu schnellen Klärungen der jeweiligen Stellungen.

Zunächst glänzte Pawel an Brett 3 mit einem sehr überraschenden Mattangriff und dies auch noch in Zeitnot. Der erste Zug seiner tiefgründigen Kombination mit Sf3 und Gardez sah noch so aus, als wolle er damit Qualität auf d4 erobern. Nach Df1 und Gegendruck auf der f-Linie kam das Läuferopfer auf h3; der weiße König auf g2 konnte nicht ablehnen, weil dann Lxf1 die Dame gewonnen hätte. Nach Kxh3 folgte Dh6+: der König konnte nicht zurück auf g2, da dann Dh2 schachmatt gefolgt wäre, weil der Sf3 h2 mit überdeckte. Nach dem Zug Kg4 zog der Springer, der die Kombi eingeleitet hatte, mit Hurrageschrei nach Se5 zurück. Ein gemaltes Schachmatt aus dem Nichts!

Kevin an Brett 4 hatte als „’Rückkehrer“ eine aussichtsreiche Stellung erreicht und lehnte daher ein Remisangebot seines Gegners ab. Er hatte seine Chancen, die Stellung vorteilhaft zu öffnen, richtig eingeschätzt und konnte seinen Angriff mit einem Matt abschließen. Sein abwägender Mut, weiterzuspielen, wurde belohnt.

Dieses Matt von Kevin geschah nahezu zeitgleich mit dem Matt von Pawel, so dass wir in „einer einzigen Sekunde“ mit 4,5 in Führung gingen.

Hans an Brett 2 hatte seine Stellung überschätzt. In dieser Igel-Formation hatte er aus Sicht des Berichterstatters eine gleichstehende Position erreicht, als sein Gegner überraschend mit Db4 den Punkt e4 bzw. Bauer e4 „hochnotpeinlich“ befragen konnte. Da dieser nicht unwichtige Zentrumsbauer fiel, war die verbleibende „Bauernformation“ auf d5 und f5 ohne dauerhafte Deckung. Hans musste aufgeben, nachdem auch diese weiteren Bauern gefallen waren.

Eine sensationelle Leistung zeigte Alexander am Spitzenbrett. Die Abtauschvariante in der Skandinavischen Verteidigung führt direkt ins Läufer-Turm-Endspiel, wo Weiß zunächst aktiver und bequemer steht und auf den isolierten Bauern d5 drückt; als Positionsnachteil hat Weiß einen Doppelbauer in der f-Linie. Alexanders präzise Manöver erinnerten an minimal-invasive Eingriffe in der Chirurgie: nach und nach, sprich Zug um Zug, Stand er gleich. Alexander legte jedoch nach und führte ein Turmendspiel herbei, das es im erlaubte, in ein technisch gewonnenes Bauernendspiel abzuwickeln. Die technische Feinheit bestand darin, sich die Bauernstruktur so vorzubereiten, dass nach dem Tausch des letzten Turmes sein Gegner in Zugzwang kam, was Alexander gestattete, einen Freibauern zu machen. Die allerletzte Klippe, die beiden letzten Bauern seines Gegners nachhaltig zu stoppen, meisterte er souverän, indem zunächst seine Dame die Grundreihe und somit latente Umwandlungsfelder besetzte, um dann seinen König heranzuführen. Eine technische Meisterleistung!

Alles in allem war es ein verdienter Mannschaftssieg, der mit tollen Siegpartien garniert war.

3. Runde am 10.12.2017

2 SK Klosterlechfeld DWZ SC Friedberg DWZ 5½ – 2½
1 1 King, Alexander 2071 1 Bendel, Ralf 2005 1 – 0
2 2 Hornung, Hans, Dr. 1956 3 Baierlein, Martin 2001 0 – 1
3 3 Poniatowski, Pawel 2079 4 Weigl, Gerald 1940 1 – 0
4 4 Steffen, Kevin 2014 5 Nierlich, Gerhard 1904 1 – 0
5 5 Kölbl, Jonathan 1903 7 Bretthauer, Dirk 1889 ½ – ½
6 6 Heinrich, Lorenz 1922 8 Pfitzmaier, Martin 1799 ½ – ½
7 7 Winterkamp, Stefan 1910 14 Lutz, Andreas 1715 ½ – ½
8 8 Heinrich, Helmut 1870 17 Hager, Eberhard 1731 1 – 0
Schnitt: 1965 Schnitt: 1873
3. Runde am 10.12.17 |
1 SK Krumbach BC Aichach 1917 7 – 1
2 SK Klosterlechfeld SC Friedberg 5½ – 2½
3 SF Augsburg SC Kempten 1878 7 – 1
4 SC Königsbrunn Post-SV Memmingen 2½ – 5½

Schwabenliga 1     2017/2018

Rang Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 MPkt BPkt
1. Post-SV Memmingen ** 6 – 0 16,5 – 7,5
2. SF Augsburg ** 7 4 – 2 17,0 – 7,0
3. SK Klosterlechfeld ** 4 – 2 15,5 – 8,5
4. SK Krumbach ** 7 4 – 2 15,0 – 9,0
5. SC Friedberg ** 4 – 2 12,5 – 11,5
6. SC Königsbrunn ** 2 – 4 10,5 – 13,5
7. SC Kempten 1878 1 ** 0 – 6 5,0 – 19,0
8. BC Aichach 1917 1 ** 0 – 6 4,0 – 20,0

Schachtraining für alle am Mittwoch den 13.12.2017

Unser Jugendleiter Alexander King, bietet am kommenden Mittwoch den 13.12.2017 ein Schachtraining an.

Thema: Vorstellen von Partien (Teil 2)
Zeit:       19.00 bis 20.00 Uhr
Das Schachtraining ist für alle Spielstärken geeignet!!!
Nimmt die Gelegenheit war Eure Spielstärke zu verbessern!!!
Die Vorstandschaft freut sich auf eine rege Teilnahme unserer Schachfreunde!!!

Überraschender Erfolg

Am 03.12.2017 wurde die Schwäbische Mannschaftsblitzmeisterschaft traditionell in Landsberg ausgetragen. Leider nahmen dieses Jahr nur 8 Mannschaften teil, sodass eine Doppelrunde „Jeder gegen jeden“ gespielt wurde. Jede Mannschaft bestand aus vier Spielern. Wir konnten ein sehr gutes Team bestehend aus Pawel, Alex, Helmut und Hans stellen.

Sicherlich waren die SF Augsburg großer Favorit, nicht nur, da sie eine Topmannschaft hatten, sondern auch weil Mering ohne ihren Topspieler N. Krug antrat und bei Haunstetten der vierte Mann nicht kam.

Wir konnten von Beginn an ein ordentliches Turnier spielen und belegten nach der Hinrunde den 3. Platz mit 8:6 Mannschaftspunkten. Die SF Augsburg konnten alle Begegnungen gewinnen und auch Mering hatte mit 11:3 Mannschaftspunkten schon einen kleinen Vorsprung. Ansonsten ging es auch weiterhin sehr eng zu, so dass in der Rückrunde auch noch Marktoberdorf, Kempten und Türkheim/Wörishofen um die vorderen Plätze mitspielten.

In der Rückrunde gab es im ersten Spiel ein Unentschieden gegen Marktoberdorf, bevor wir eine sensationelle Siegesserie starteten. Im Folgenden konnten wir alle weiteren Begegnungen gewinnen. Somit schlugen wir nicht nur alle unsere direkten Konkurrenten (Mering mit 4:0!), sondern brachten den SF Augsburg ihre erste Niederlage (3,5:0,5!!!) bei. Am Ende belegten wir einen hervorragenden und nicht zu erwartenden 2. Platz mit 21:7 Mannschaftspunkten. Die SF Augsburg wurden ihrer Favoritenrolle gerecht und gewannen mit 24:4 Mannschaftspunkten. Mering wurde 3., aber hier war der Vorsprung von 4 Mannschaftspunkten schon deutlich. Pawel konnte 10, Alex 10,5, Helmut 9,5 und Hans 8 Brettpunkte zu diesem tollen Erfolg beisteuern.

Damit sind wir sogar für die Bayerische Mannschaftsblitzmeisterschaft qualifiziert. Diese wird am 18.03.2018 stattfinden und wird sicherlich ein interessantes Erlebnis werden.
Schwäbische Mannschaftsblitzmeisterschaft 2017    Landsberg 03.12.2017

Mannschafts-Rangliste: Stand nach der 7. Runde im 2. Durchgang
Rang MNr Mannschaft TWZ Attr.S R V Man.Pkt. Brt.Pkt. SoBerg

1.         5.  SF Augsburg                    12 0 2      24 – 4    41.5   470.00
2.         7.  SK Klosterlechfeld          10 1 3      21 – 7    38.0   431.00
3.         3 . SK Mering                          7 3 4      17 – 11  33.5   390.50
4.        1.  SC Kempten 1878             7 2 5      16 – 12   30.0   340.50
5.        2.  SK Marktoberdorf             6 3 5      15 – 13   31.5   332.50
6.        8.  SC Türkheim-Bad              5 1 8      11 – 17   25.5   269.00
7.        4.  SAbt TSV Haunstett          3 2 9        8 – 20   20.5   240.50
8.        6.  SK Buchloe                         0 0 14     0 – 28     3.5     37.50

Bitteres Aus gegen Titelverteidiger!

Am 19.11.2017 fand die erste Runde im Schwäbischen Mannschaftspokal statt. Dabei spielten die Vereine aus Nordschwaben, Mittelschwaben und Augsburg am zentralen Ort bei uns in Klosterlechfeld, die südschwäbischen Vereine in Grönenbach. Allerdings muss man hier anmerken, dass sich die Einteilung, gerade hinsichtlich der Mannschaftsstärken, nicht ganz erschließen lässt.

In der Auslosung hatten wir leider wenig Glück, denn uns wurde der Titelverteidiger aus Kötz/Ichenhausen zugeteilt.  Aber auch die anderen Begegnungen hatten es in sich, wenn man mal nur das Duell SF Augsburg gegen Rochade Augsburg betrachtet, was sicherlich auch ein Finale sein könnte.

Nichts desto trotz waren wir sehr gut aufgestellt: Alex, Hans, Jonathan und Wolfgang sollten an den vier Brettern für das Weiterkommen sorgen. Auch der Verlauf der einzelnen Begegnungen war zunächst sehr vielversprechend. Jonathan hatte sich eine gute Stellung mit Schwarz erspielt und erklärte mir im Nachhinein, dass auch ein Bauerngewinn möglich gewesen wäre. Leider unterlief ihm in Zeitnot ein Fehler, bei dem die Dame verloren ging – 0:1. Wolfgang befand sich ebenfalls in einer guten Stellung mit Angriff auf den König, jedoch blieb diese Partie zweischneidig. Alex hatte früh einen Bauern gewonnen und suchte nach weiteren Möglichkeiten den Vorteil auszubauen. Hans erspielte sich eine tolle Stellung, bei der er eine Qualität opferte, aber dafür einen sehr gefährlichen Königsangriff mit seinem Läuferpaar bekam. Außerdem sollten mindestens drei Bauern dazukommen. Was in der Folge geschah, war leider nicht zu erwarten… Hans spielte seinen Angriff perfekt weiter, sein Gegner wartete nur noch auf den letzten K.O.-Schlag. Leider verpasste er den Moment, das Spiel zum richtigen Zeitpunkt abzuwickeln und machte zudem einen schwerwiegenden Fehler, der sogar zum Partieverlust führte. Auch bei Wolfgang ging in der Zeitnot die Qualität verloren. Das anschließende Endspiel war tatsächlich nicht zu halten – 0:3. Alex konnte gegen seinen deutlich schwächeren Gegner erst nach der Zeitnotphase den Vorteil klar ausbauen, davor muss man sagen, dass sein Gegner sehr gut gespielt hatte. Er gab nach dem 0:3 auf, da der Wettkampf bereits entschieden war. Damit war das bittere Aus in Runde 1 besiegelt.  Aber die nächste Meisterschaft steht bereits an: die Mittelschwäbische und Schwäbische Mannschaftsblitzmeisterschaft am 03.12.2017 in Landsberg. Hier wollen wir natürlich auf mittelschwäbischer Ebene den Titel verteidigen und in Schwaben wieder für Furore sorgen.

1. Runde (19.11.2017)

Brett

Heimmannschaft

DWZ

Gastmannschaft

DWZ

Ergebnis

SC Dietmannsried I

1704

Post-SV Memmingen I

1815

2 : 2

1

Martin, Paul

1884

Schweizer, Manfred

1997

½ : ½

2

Dekov, Bozhidar

1723

Zimmermann, Jens

1764

½ : ½

3

Czitron, Gerhard

1546

Pfalzer, Helmut

1773

0 : 1

4

Natterer, Winfried

1661

Lehmann, Jörg

1727

1 : 0

SC Dietmannsried II

1316

ASV Martinszell

1242

1 : 3

1

Sonnberger, Julian

1491

Lechner, Toni

1586

0 : 1

2

Buchka, Josef

1264

Gröger, Hannah

1318

0 : 1

3

Gottwald, Christoph

Stepanek, Vladimir

1297

0 : 1

4

Sichler, Stephan

1192

Köberle, Alois

768

1 : 0

Post-SV Memmingen II

1399

SF Bad Grönenbach I

1797

0,5 : 3,5

1

Maul, Andreas

1270

Walz, Robert

1907

0 : 1

2

Duvnjak, Pero

1607

Schiegg, Peter

1911

0 : 1

3

Bajram, Sulejmoni

Beckert, Armin

1691

0 : 1

4

Albrecht , Tobias

1319

Wibel, Stefan

1678

½ : ½

SF Bad Grönenbach II

1586

SK Immenstadt 09

1599

1 : 3

1

Schrinner, Stefan

1656

Riegger, Harry

1757

– : +

2

Schmidt, Alfred

1645

Alt, Karl-Heinz

1659

½ : ½

3

Buhn, Reinhard

1589

Dillinger, Hans

1508

½ : ½

4

Thielke, Pascal

1455

Pott, Dirk

1470

0 : 1

SG Kötz/Ichenhausen

1749

SK Klosterlechfeld

1951

3 : 1

1

Echerer, Thomas

1197

King, Alexander

2071

0 : 1

2

Bühler, Florian

2040

Dr. Hornung, Hans

1956

1 : 0

3

Giannino, Domenico

2015

Kölbl, Jonathan

1903

1 : 0

4

Fax, Peter

1743

Kölbl, Wolfgang

1873

1 : 0

SK Buchloe

1787

TSV Haunstetten II

1643

1 : 3

1

Kugelmann, Joachim

1893

Bindl, Roland

2071

0 : 1

2

Keller, Alexander

1865

Beck, Gerald

1921

0 : 1

3

Kutter, Andreas

1702

Miletic, Alexander

1484

0 : 1

4

Pracht, Alexandra

1689

Weise, Sven

1096

1 : 0

SK Rochade Augsburg

1979

SF Augbsurg

1928

1,5 : 2,5

1

Zehrfeld, Thorsten

2117

Vuckovic, Zarko

2098

0 : 1

2

Schmidt, Olaf

2016

Weller, Uli

1964

0 : 1

3

Birth, Waldemar

2012

Schindler, Alexander

1776

½ : ½

4

Lapin, Oleg

1770

Schädler, Andreas

1872

1 : 0

TSV Haunstetten I

SK Mering

4 : 0 kl