Toller Erfolg bei Mittelschwäbischer Jugend-EM
Zum Saisonauftakt fand die Mittelschwäbische Einzelmeisterschaft der Jugend statt. Dieses Turnier ist gleichzeitig für die ersten Drei die Qualifikation für die Schwäbische EM, die in den Faschingsferien in der Violau stattfindet. An drei Spieltagen wurde in Klosterlechfeld, Königsbrunn und Buchloe gespielt. Bei insgesamt 26 Teilnehmern konnten wir mit 11 Kindern und Jugendlichen den mit Abstand größten Anteil stellen. In der U10 erspielte sich Ida Winterkamp einen guten 2. Platz. Sie war sicher nah dran den Türkheimer Leon Wagner zu besiegen, doch am Ende reichte es leider nicht. Der erst 7-Jährige Leon Olfert bestritt sein erstes Turnier und sammelte fleißig Turniererfahrung, musste aber leider am letzten Spieltag krankheitsbedingt zu Hause bleiben. Für ihn blieb am Ende der 3. Platz. In der U12 spielte Philipp Witek ein sehr gutes Turnier, unterlag leider in der letzten Runde einem Mitkonkurrenten im direkten Duell. Am Ende holte er 4,5 Punkte aus 6 Partien und belegte Rang 3. Emily Olfert und Celina Lehmann gingen ebenfalls nach einem Jahr Vereinsmitgliedschaft als Neulinge in derselben Altersklasse an den Start. Beide spielten ordentliche Partien und konnten einen bzw. einen halben Punkt verbuchen. David Haas ging in der U14 an Setzplatz Nummer 2 in das Turnier. Er spielte von Beginn an gutes Schach und gab sich gegen vermeintlich schwächere Gegner keine Blöße. Auch dem Turnierfavoriten Leon Hacklinger nahm er ein Remis ab. Nachdem sich Leon aber einige Ausrutscher leistete, konnte David den Titel in der U14 mit 4 aus 5 festmachen. Herzlichen Glückwunsch! In der U16 lief es aus Klosterlechfelder Sicht noch besser. Aaron Höhnberg spielte ein überragendes Turnier und gewann alle Partien. Damit wurde er souverän Mittelschwäbischer Meister mit 7 Punkten. Herzlichen Glückwunsch! Dahinter landeten auf Platz 2 Marcel King mit 4,5 Punkten und Jonathan Weber mit 4 Punkten. Beide spielten ein sehr starkes Turnier und besiegten unter anderem höher gesetzte Spieler. Damit qualifizieren sich in der U16 gleich drei Spieler für die nächsthöhere Meisterschaft. Pascal King vergab leider die Chance weiter oben zu landen. Für ihn hieß es am Ende Platz 6 mit 2,5 Punkten. In der U18 gingen nur zwei Spieler an den Start. Neben dem Buchloer Topfavoriten Simon Bogner stellte sich David Nebel in seinem letzten U18-Jahr der Herausforderung. Am Ende blieb er chancenlos und belegte daher Platz 2. Damit konnten sich abschließend 8 Spielerinnen und Spieler vom SK Klosterlechfeld für die Schwäbische Einzelmeisterschaft qualifizieren. Ein toller Erfolg! J
Von: Alexander King (1. Jugendleiter)
Aktueller Stand Wertungsblitz
Zwischenstand nach Wertungsturnier Oktober
mit zwei Streichresultaten
1. Alexander King 68 – 6 (Wertungspunkte – Turniere)
2. Stefan Winterkamp 54 – 7
3. Manuel Jahn 38 – 5
4. Joshua Nebel 33 – 8
5. Florian Kaspar 29 – 4
6. Andrea Fischer 28 – 3
7. Wolfgang Kölbl 26 – 4
8. David Nebel 24 – 8
9. Karsten Birnbaum 17 – 2
10. Manuel Milling 14 – 2
11. Christian Förster 7 – 1
12. Hans Hornung 6 – 1
13. Karl-Reiner Krämer 4 – 1
Guter Start in der Schwabenliga I 2015/16
Gegen Marktoberdorf 5,5:2,5 gewonnen.
Gegen die starke Mannschaft von Marktoberdorf war ein hochwertiger Wettkampf zu erwarten; mit den Spielern von Marktoberdorf gibt es traditionell „harte“ Kampfpartien.
Wir waren dieses Mal begünstigt, da Marktoberdorf ein Brett freilassen musste. Dies war auch dadurch bedingt, dass nach der neuen Regel dieses Jahr kein Spieler in der gleichen Runde zwei Mal eingesetzt werden kann, so dass Marktoberdorf keinen Ersatz von der zweiten Mannschaft bekommen konnte, da deren zweite Mannschaft gestern gespielt hatte. Jonathan an Brett 4 gewann somit kampflos.
Apropos Regeln: Für Marktoberdorf kam dann noch ein weiteres Pech hinzu: an Brett 8 ging das Handy des Marktoberdorfer Spielers hörbar an, was nach der aktuellen Regelung den sofortigen Verlust der Partie nach sich zieht. Der Berichterstatter ist zwar kein Freund dieser Regel, nur sind in einem Wettkampf die gültigen Regeln anzuwenden. Zudem wurden alle Spieler vor Spielbeginn über diese Regel ausdrücklich „belehrt“. Ines konnte somit den schnellsten Sieg in der Schachgeschichte von Klosterlechfeld in der Schwabenliga I „einfahren“, nachdem die Eröffnungszüge vollzogen waren. Soweit zum „Vorlauf“, der uns mit zwei Punkten im Vorteil sah. Lorenz an Brett 6 spielte die Eröffnung ungenau und zugleich entstand eine ausgeglichene Stellung, bei der für das Schwerfigurenendspiel Loren den aktiven Springer hatte und Schwarz versuchte, den schwarzfeldrigen Läufer zu aktivieren. Bei Abtauschen eines Vorstoßbauerns übersah Schwarz aber eine kleine Kombination, die Lorenz eine Mehrfigur im Damenendspiel beließ. Diesen Materialvorteil verwertete Lorenz sicher zu einem Punktgewinn. Karsten an Brett 5 hatte in der Eröffnung einen Bauern verloren. Er tat daher alles dafür, das Spiel zu verkomplizieren. Im Ergebnis konnte er dadurch die Partie im entstehenden Handgemenge noch ins Remis retten. Gut im Kampf „’rausgeschwindelt“, Karsten. Bravo! Dieses Remis war fast ein gefühlter Sieg. Unser Käpt’n hatte an Brett 3 nicht so viel Glück. Nach einem schweren Schnitzer in der Eröffnung wurde er nach und nach in eine Verluststellung gebracht. Diese Partie ging verloren. Helmut an Brett 7 wies seinem Gegner nach, dass die Eröffnung von Weiß falsch behandelt worden war, in der mit Lf2 die weiße Stellungsstruktur kräftig durcheinanderwirbelte. Am Ende blieb Helmut mit zwei Figuren plus Turm plus offene Stellung von weiß klar im Vorteil und gewann souverän. An Brett 1 hätte Alexander eine Qualität gewinnen können, was zugleich zu einem unklaren Gegenspiel seines Gegners führt hätte. Angesichts der geringen verbleibenden Bedenkzeit wollte Alexander kein Risiko eingehen und wählte eine sichere Remisabwicklung. In gleicher Weise ging Hans an Brett 2 mit Weiß vor. Seine Stellung wirkte optisch überlegen, nur praktisch war an diesem Tag kein Gewinnplan im Mittelspiel in Sicht. Für einen Raumvorteil alleine gibt es nur angenehmes Spiel. Auch hier einigte man sich auf ein Remis. Alles in allem wurde Marktoberdorf in dieser ersten Runde heuer, bedingt durch die erwähnten Kampflos- bzw.- regeltechnischer-Verlustpartien, unter Wert geschlagen. Es wäre spannend gewesen, wenn die beiden anderen Bretter ebenso ausgespielt worden wären, da dann auch die Ausgangssituation für alle anderen Bretter eine andere gewesen wäre. Nur gilt für jeden Wettkampf, dass auch solche Punkte miteinzubeziehen sind.
| 1. Runde am 11.10.15 | | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | SK Klosterlechfeld | DWZ | – | SK Marktoberdorf I | DWZ | 5½ – 2½ | ||
| 1 | 1 | King, Alexander | 2012 | – | 1 | Ruprecht, Martin | 2075 | ½ – ½ |
| 2 | 2 | Hornung, Hans, Dr. | 1985 | – | 2 | Stein, Marco | 2009 | ½ – ½ |
| 3 | 3 | Winterkamp, Stefan | 1967 | – | 4 | Brugger, Hans | 2020 | 0 – 1 |
| 4 | 4 | Kölbl, Jonathan | 1967 | – | 5 | Pensold, Heiko | 1886 | + – – |
| 5 | 5 | Birnbaum, Karsten | 1917 | – | 6 | Bacherler, Thomas, Dr. | 1989 | ½ – ½ |
| 6 | 6 | Heinrich, Lorenz | 1873 | – | 7 | Jankowski, Moritz | 1889 | 1 – 0 |
| 7 | 7 | Heinrich, Helmut | 1877 | – | 8 | Wagner, Roland | 1812 | 1 – 0 |
| 8 | 14 | Kölbl, Ines | 1693 | – | 14 | Fischer, Johann | 1736 | 1 – 0 |
| Schnitt: | 1911 | – | Schnitt: | 1927 | ||||
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| Schachklub Klosterlechfeld e.V | ||||||||||
| Wertungsblitzturnier 2015 | ||||||||||
| Zwischenstand nach Wertungsturnier Juli | ||||||||||
| mit zwei Streichresultaten | ||||||||||
| 1. | Alexander King | 44 | – | 4 | (Wertungspunkte – Turniere) | |||||
| 2. | Stefan Winterkamp | 37 | – | 5 | ||||||
| 3. | Andrea Fischer | 28 | – | 3 | ||||||
| 4. | Manuel Jahn | 26 | – | 3 | ||||||
| 5. | Joshua Nebel | 22 | – | 5 | ||||||
| 6. | Karsten Birnbaum | 17 | – | 2 | ||||||
| 7. | Wolfgang Kölbl | 16 | – | 2 | ||||||
| 8. | David Nebel | 15 | – | 7 | ||||||
| 9. | Florian Kaspar | 11 | – | 2 | ||||||
| 10. | Manuel Milling | 9 | – | 1 | ||||||
| 11. | Christian Förster | 7 | – | 1 | ||||||
| 12. | Karl-Reiner Krämer | 4 | – | 1 | ||||||
Klosterlechfeld in Rain erfolgreich
Einer langen Tradition folgend hat der Schachklub Rain in diesem Jahr wieder zu seinem Schnellschach-Open eingeladen.
Bei sommerlichen Temperaturen annähernd bei 40°C fanden sich 5 Klosterlechfelder bereit, ihren Samstag nicht am Baggersee, sondern in einer stickigen Turnhalle mit Schach spielen zu verbringen.
Alexander King war in der Erwachsenenklasse zwar nur auf Platz 3 gesetzt, aber er ließ seinen Gegnern keine Chance. Mit sechs Siegen in sechs Spielen konnte er sich über den 1. Platz, einen Pokal und eine Urkunde freuen.
Martin King hatte zu Turnierbeginn ein schweres Los. Bei den schwäbischen Schnellschachturnieren werden die Jugendklassen U16 und U18 zusammengelegt. Somit war er in einem weitgefächerten Altersfeld der Jüngste. Er schlug sich aber sehr gut und konnte sich am Ende über 3 Punkte und Platz 19 freuen.
Marcel und Pascal King spielten beide in der U14. Marcel erspielte sich 3 Punkte (Platz 14) und sein Bruder sogar 3,5 Punkte (Platz 9). Nach Beendigung der 7. Runde waren beide mit ihrem Ergebnis in dem 18 köpfigen Teilnehmerfeld sehr zufrieden.
Ida Winterkamp erst ihr 2. Schachturnier. In der U10 erkämpfte sie sich sehr gute 4 Punkte aus 7 Spielen. Mit ihrem Score über 50 % war sie am Ende 16. von 36 Teilnehmern und bestes Mädchen in ihrer Spielgruppe.
Das Schwitzen hatte sich also gelohnt und Klosterlechfeld kommt sicher auch im nächsten Jahr wieder gern nach Rain.
Im Bayerischen Mannschaftspokal ein großartiger Erfolg gegen Solln
eine Runde weiter
Stefan hatte eine „schlagkräftige“ Mannschaft in der ersten Runde im Bayerischen Mannschaftspokal zusammengetrommelt. Für uns ging es gegen Solln, wo unser Schachfreund Andreas Harting spielt.
Einen Favoriten hätte es nach den Wertungszahlen der Spieler für diesen Kampf nur dann, wenn Solln mit Bestbesetzung angetreten wäre. Solln hat ja aktuell das gleiche Schicksal wie Klosterlechfeld erfahren, indem man aus der Regionalliga abgestiegen ist.
Helden des Tages für Klosterlechfeld waren Jonathan und Wolfgang Kölbl, auch wenn ich mit diesem Einleitungssatz das Ergebnis vorwegnehme:
Wolfgang an Brett 2 gelang es, seinen Gegner unter Druck zu setzen, was letztlich zu einem schweren Fehler seines Gegners führte, als dieser kompensationslos einen Turm einstellte.
Jonathan am vierten Brett spielte trotz großer Sommerhitze „cool“, als er eine zunächst leicht nachteilige Stellung in ein für ihn günstiges Endspiel wandeln konnte, als sein Gegner an einem isolierten Bauern „kleben“ blieb. Hier zeigte sich die hervorragende Schachschule, die in der eigenen Jugendarbeit, insbesondere von Alexander und Christiane, gemacht wird, indem Jonathan das gewonnene Endspiel technisch sicher zum Sieg brachte; so etwas (=klare Endspielführung in Teiletappen) gelingt nur mit einer guten technischen Basis für Endspiele.
Mit diesen beiden Siegen war mehr im wahrsten Sinne des Wortes als die halbe Miete eingebracht.
Hans spielte am ersten Brett gewohnt eine solide Stellung, die optisch besser aussah und gleichzeitig den versteckten Makel hatte, wonach der optische Eindruck trügte; sein Gegner hatte jeweils entsprechende Ressourcen, um auf Dauer sogar die bessere Stellung zu haben. Hans hätte zwar die Partie mit einem raffinierten Zwischenzug für sich entscheiden können, nur war die Spielanlage im (tragischen) Ergebnis, „tragisch“ wegen dem übersehenen Zwischenzug, zu „wackelig“. Brett 1 ging verloren.
Helmut spielte ab Brett 3 gegen Andreas Harting eine sichere Partie, die stets in Remisbreite blieb. Man einigte sich diesselbige, nachdem Helmuts Gegner kein Mittel fand, einen Gewinnplan zu entwickeln.
Damit war der Mannschaftskampf knapp mit 2,5 zu 1,5 Brettpunkten gewonnen, nachdem uns die Waagschale der Caissa wohlgesonnen war.
Knapper Sieg im Schwäbischen Mannschaftspokal gegen Kötz-Ichenhausen 2:2 nach Berliner Wertung
Vor dem Schwäbischen Mannschaftspokalfinale trommelte Stefan eine gute Mannschaft zusammen, die Klosterlechfeld dort vertreten durften. Es war allen klar, dass man hier mit einem Erfolg sportlich die Saison doch noch „retten“ konnte.
Nach ca. zwei Stunden zeigte sich, dass auf allen vier Brettern „offene“ Kämpfen entstanden waren, auch wenn es teilweise geschlossene Stellungen waren. Es konnte noch nicht (voraus)gesagt werden, wo die Reise hingehen würde.
Lorenz an Brett hatte eine Holländische Partie angelegt und war mit der Stellung, wie sein früherer Landsberger Schachkamerad Schwabedahl, zufrieden; beide Stellungen hatten schwache Punkte, was sich die Waage hielt. Leider wählte Lorenz nach dem Öffnen der Stellungen den falschen Laufweg für den König: statt den König auf h8 zu verstecken, wollte Lorenz die „sicherere“ Lösung mit Kf7. Dabei hatte er übersehen, dass Weiß seinen König über den Damenflügel über die schwarzen Felder einfangen konnte. Statt dem „Fliegenden Holländer“ flog Lorenz die Holländische Bauernstruktur um die Ohren. 0:1
Zum Glück machte es Hans am Spitzenbrett besser: Hans hatte das bessere Endspiel angestrebt, da nach einem Abtausch der Schwerfiguren sein aktiver Läufer gegen den Springer leicht besser gewesen wäre, zumal es auf beiden Flügeln noch Bauern gab. Auch dessen Gegner wählte, wie vorhin Lorenz, statt diesem möglichen Endspiel eine „sicherere“ Abtauschlösung, was für Hans durch einen raffinierten Zwischenzug ein leicht gewonnenes Damenendspiel mit drei Freibauern auf dem Königsflügel brachte. Mit diesem wichtigen Sieg nach Berliner Wertung stand es zwischenzeitlich 1:1.
Stefan an Brett 2 stand während der ganzen Partie besser und aktiver. Nach dem Damentausch verflachte das Spiel jedoch nach und nach, da nicht zu erkennen war, wie er „nachsetzen“ hätte können, ohne umgekehrt seine Verteidigung zu vernachlässigen. Es gab ein gerechtes Unentschieden.
Damit war die Partie von Karsten an Brett 3 das Zünglein an der Waage. Karsten verlor zwischenzeitlich einen Bauern auf der b-Linie, so dass Schwarz einen gefährlichen Freibauern bekam. Karsten spielte nerverstark, indem er seinen Turm und Springer jeweils aktiv einsetzte. Dies führte dazu, dass er relativ einfach den Freibauern zurückeroberte. Die verbleibende Stellung mit jeweils Turm, Leichtfigur und drei Bauern war eine klare Remisstellung, da sich die Bauern allesamt auf dem Königsflügel befanden und Karsten zudem seine Bauern vorher noch prophylaktisch (oder heißt es profilaktisch) festigte. Egal. Remis!
Damit war das 2:2 eingebracht und dank der Berliner Wertung war es damit der Pokalsieg!
PS: Eine kleine Siegesfeier bei einem Saisonabschlussessen soll noch erfolgen.
Mannschaftspokal Saison 2014/2015
Sieger: SK Klosterlechfeld
Finale
|
Brett |
Heimmannschaft |
DWZ |
− |
Gastmannschaft |
DWZ |
Ergebnis |
|---|---|---|---|---|---|---|
|
03.05.2015 |
SK Klosterlechfeld |
1952 |
− |
SG Kötz/Ichenhausen |
1924 |
2 : 2 |
|
1 |
Dr. Hans Hornung |
2027 |
− |
Domenico Giannino |
1986 |
1 : 0 |
|
2 |
Stefan Winterkamp |
1970 |
− |
Florian Bühler |
2026 |
½ : ½ |
|
3 |
Karsten Birnbaum |
1930 |
− |
Christoph Blösch |
1757 |
½ : ½ |
|
4 |
Lorenz Heinrich |
1881 |
− |
Frank Schwabedahl |
1928 |
0 : 1 |
Versöhnlicher Abschluss in der Schwabenliga I
gegen Kempten 6 : 2 gewonnen!
Bei Kaiserwetter fuhren wir zum Abschluss der Mannschaftssaison 2014/2015 nach Kempten. Das herrliche Bergpanaroma im Alpenvorland ist auch ohne Schach eine Reise Wert.
Unser Käptn hatte die Wichtigkeit des Matches im Einladungs-Email bei unserem Tabellenstand klargemacht, da bei einer Niederlage noch die latente Gefahr des Abstieges bestehen konnte. Es war ja eine sehr enge Saison.
Wenn wir verlören und Königsbrunn unentschieden spielen würde, dann hätten am Ende des Tages vier Mannschaften 5:9 Mannschaftspunkte und würden sich ggf. den siebten Platz „teilen“. Dass sollten wir vermeiden!
An Brett 1 spielte Alexander in der Eröffnung gewohnt sicher und hatte leichten Stellungsvorteil, der jedoch gegen seinen starken Gegner am Spitzenbrett zu keinem wesentlichen Vorteil führte. Die Spieler einigten sich auf Remis.
Helmut an Brett 7 versäumte eine Abwicklung im Mittelspiel, bei der er einen Bauern hätte gewinnen können, wie ihn sein Gegner in der späteren Analyse zeigte. Das Spiel verflachte und auch dort führte die Stellungsgleichheit zum Remis.
Georg spielte an Brett 3 sehr engagiert auf Angriff, wobei sein Gegner zunächst alle Drohungen abwehren konnte. Sein Gegner wählte dann zu guter letzt einen fehlerhaften Verteidigungszug, was Georg einen Qualitätsgewinn brachte, den er sicher zu einem Sieg ummünzte.
Lorenz an Brett 5 hatte eine ungenaue Zugfolge in der Abwicklung am Damenflügel gewählt, was seinem Gegner erlaubte, ständig seine Bauern zu belagern. Lorenz konnte dann aber einen Generalabtausch herbeiführen, bei dem das entstehende Turmendspiel auf beiden Seiten schwache Bauern hatte. Remis.
Besser machte es Stefan an Brett 4, der einen aggressiven Angriff seines Gegners gekonnt abwehrte. Durch die Opfer kam es dann zu einem Endspiel, wo sein Gegner Dame und Springer hatte, während Stefan mit zwei Türmen, Läufer und Springer mächtig Gegendruck erzeugte. Ein in allen Phasen der Partie überzeugender Sieg.
Karsten an Brett 6 kämpfte in schwieriger Stellung gegen einen Freibauern, der schon auf die sechste Reihe vorgerückt war. Durch geschickte Turmschachs löste er zwei Probleme mit einem Schlag: 1. Der Freibauer wurde beseitigt. 2. Das verbleibende Turmendspiel mit einem Bauern weniger war klar Remis, da die Bauern nur auf dem Damenflügel waren. Das war ein toller Kampf mit einem verdienten Remis.
Damit hatten wir unser Mindestziel schon erreicht, da mit vier Brettpunkten zumindest ein Mannschaftsremis sicher war. Dieses Ergebnis kannten wir im Verlaufe dieser Saison zur genüge.
Jonathan an Brett 8 zeigte den gleichen Kampfgeist wie Karsten. Jonathan verlor zunächst einen Bauern, nur konnte er später eine Figur erobern. Die Mehrfigur führte er mit seinen Bauern im Turm- und Figurenendspiel ganz sicher zum Sieg. Das war ein hart erkämpfter Sieg und umso schöner war dieser Erfolg.
Hans an Brett 2 hatte eine schöne Angriffsposition gegen den langrochierten weißen König. Zugleich musste er vorsichtig agieren, da dafür sein eigener König nicht rochieren konnte und der König in der Mitte ist stets auch eine Gratwanderung. Da sein Gegner kaum mehr Zeit hatte, kam in der sehr komplexen Stellung ein entscheidender Fehler hinzu. Ein sehr schön herausgespielter Sieg.
Im Ergebnis ist Kempten in diesem Mannschaftskampf unter Wert geschlagen worden, da wir heute in den entscheidenden Stellungen meist das Quentchen Glück hatten. Zugleich steckt im Wort „Glück“ das Tunwort „gelingen“, und heute sind uns in Summe die Partienanlagen so gelungen, wie wir’s uns vorgenommen hatten.
In diesem Sinne bleibt uns nur, den Schachfreunden von Memmingen zum verdienten Aufstieg zu gratulieren, da die Memminger in dieser Saison am meisten gelungen ist und wir wünschen dem Aufsteiger, sich in der Regionalliga zu etablieren.
Im Schwäbischen Pokal im Finale, glücklicher Sieg in Mering am Palmsonntag
Manuel hatte die Mannschaft für das Halbfinale im Schwäbischen Pokal gegen Mering organisiert. Dafür zunächst herzlichen Dank, da es oft mühselig ist, Spieler für den Pokal zusammenzutrommeln.
Manuel spielte auch selbst mit und machte an Brett 4 von Anfang an mit Weiß mächtig Druck. Schwarz musste schon der Eröffnung das Angebot eines weißen Läuferopfers gegen die kurze Rochadestellung abwägen und abwehren. Diesen starken Druck am Königsflügel konnte Manuel bis in die Schlussphase der Partie halten und zum Sieg führen. Applaus! Applaus!
Helmut an Brett 3 musste mit Schwarz einen aggressiven Angriff gegen seine löchrige Königsstellung abwehren, was ihm trickreich gelang. Dadurch konnte er seinen schwarzfeldrigen Läufer auf e4 verankern und erzwang im Turm-Figuren-Endspiel mit Td2 den Abtausch der Schwerfiguren, da seine Drohung Tg2 nur so abwehren war. Die verbleibende Stellung war Remis.
Hans am Spitzenbrett opferte zunächst die Qualität für Gegenspiel am Damenflügel, nur musste er dann noch eine Figur „dazugeben“, da Schwarz mit nachhaltigen Mattdrohungen das Hans’sche Gegenspiel erheblich beschwerte. Als letzte Stellungsressource hatte Hans als „Ausgleich“ einen Freibauern auf der b-Linie bis nach b7 gebracht, was ihm dann das Schein-Damenopfer Dame schlägt Td6 ermöglichte, weil er danach auf b8 eine neue Dame bekam und zugleich mit dem Damenopfer das drohende Zwischenmatt, beginnend mit Td1, abwehrte. In der nachträglichen Analyse wurde klar, dass anstelle von Td6 besser er zweite schwarze Turm über Tb3 den Bauer auf b7 gestoppt hätte. Im Ergebnis ein glückliches Remis, wobei man erst die versteckte Ressource des Bauern auf b7 erkennen musste.
Lorenz an Brett 2 musste ständig seinen isolierten Bauern auf d5 verteidigen, was ihm jedoch aufs Tempo genau gelang. Das verbleibende Figurenendspiel nach dem Abtausch aller Schwerfiguren war schwer durchzurechnen, da es für beide Seiten jeweils mehrere Optionen gab. Am Ende wurden alle Leichtfiguren bis auf die weißfeldrigen Läufer abgetauscht, so dass bei gleichstehenden Bauern die Stellung Remis war.
Alles in allem war es ein glücklicher Sieg, der schwer erkämpft worden ist. Damit sind wir überraschend im Schwäbischen Pokalfinale!
Mannschaftspokal Saison 2014/2015
Finale (bis 14.06.2015)
|
Brett |
Heimmannschaft |
DWZ |
− |
Gastmannschaft |
DWZ |
Ergebnis |
|---|---|---|---|---|---|---|
|
SK Klosterlechfeld |
− |
SG Kötz/Ichenhausen |
Halbfinale (bis 29.03.2015)
|
Brett |
Heimmannschaft |
DWZ |
− |
Gastmannschaft |
DWZ |
Ergebnis |
|---|---|---|---|---|---|---|
|
29.03.2015 |
SK Mering |
1954 |
− |
SK Klosterlechfeld |
1911 |
1½ : 2½ |
|
1 |
Jens Andernsen |
2143 |
− |
Dr. Hans Hornung |
2073 |
½ : ½ |
|
2 |
Alexander Gerhard |
1863 |
− |
Lorenz Heinrich |
1909 |
½ : ½ |
|
3 |
Peter Straub |
1969 |
− |
Helmut Heinrich |
1904 |
½ : ½ |
|
4 |
Richard Essler |
1841 |
− |
Manuel Jahn |
1756 |
0 : 1 |
