Im Schwäbischen Pokal im Finale, glücklicher Sieg in Mering am Palmsonntag

Manuel hatte die Mannschaft für das Halbfinale im Schwäbischen Pokal gegen Mering organisiert. Dafür zunächst herzlichen Dank, da es oft mühselig ist, Spieler für den Pokal zusammenzutrommeln.

Manuel spielte auch selbst mit und machte an Brett 4 von Anfang an mit Weiß mächtig Druck. Schwarz musste schon der Eröffnung das Angebot eines weißen Läuferopfers gegen die kurze Rochadestellung abwägen und abwehren. Diesen starken Druck am Königsflügel konnte Manuel bis in die Schlussphase der Partie halten und zum Sieg führen. Applaus! Applaus!

Helmut an Brett 3 musste mit Schwarz einen aggressiven Angriff gegen seine löchrige Königsstellung abwehren, was ihm trickreich gelang. Dadurch konnte er seinen schwarzfeldrigen Läufer auf e4 verankern und erzwang im Turm-Figuren-Endspiel mit Td2 den Abtausch der Schwerfiguren, da seine Drohung Tg2 nur so abwehren war. Die verbleibende Stellung war Remis.

Hans am Spitzenbrett opferte zunächst die Qualität für Gegenspiel am Damenflügel, nur musste er dann noch eine Figur „dazugeben“, da Schwarz mit nachhaltigen Mattdrohungen das Hans’sche Gegenspiel erheblich beschwerte. Als letzte Stellungsressource hatte Hans als „Ausgleich“ einen Freibauern auf der b-Linie bis nach b7 gebracht, was ihm dann das Schein-Damenopfer Dame schlägt Td6 ermöglichte, weil er danach auf b8 eine neue Dame bekam und zugleich mit dem Damenopfer das drohende Zwischenmatt, beginnend mit Td1, abwehrte. In der nachträglichen Analyse wurde klar, dass anstelle von Td6 besser er zweite schwarze Turm über Tb3 den Bauer auf b7 gestoppt hätte. Im Ergebnis ein glückliches Remis, wobei man erst die versteckte Ressource des Bauern auf b7 erkennen musste.

Lorenz an Brett 2 musste ständig seinen isolierten Bauern auf d5 verteidigen, was ihm jedoch aufs Tempo genau gelang. Das verbleibende Figurenendspiel nach dem Abtausch aller Schwerfiguren war schwer durchzurechnen, da es für beide Seiten jeweils mehrere Optionen gab. Am Ende wurden alle Leichtfiguren bis auf die weißfeldrigen Läufer abgetauscht, so dass bei gleichstehenden Bauern die Stellung Remis war.

Alles in allem war es ein glücklicher Sieg, der schwer erkämpft worden ist. Damit sind wir überraschend im Schwäbischen Pokalfinale!

Mannschaftspokal Saison 2014/2015

Finale (bis 14.06.2015)

Brett

Heimmannschaft

DWZ

Gastmannschaft

DWZ

Ergebnis

SK Klosterlechfeld

SG Kötz/Ichenhausen

Halbfinale (bis 29.03.2015)

Brett

Heimmannschaft

DWZ

Gastmannschaft

DWZ

Ergebnis

29.03.2015

SK Mering

1954

SK Klosterlechfeld

1911

1½ : 2½

1

Jens Andernsen

2143

Dr. Hans Hornung

2073

½ : ½

2

Alexander Gerhard

1863

Lorenz Heinrich

1909

½ : ½

3

Peter Straub

1969

Helmut Heinrich

1904

½ : ½

4

Richard Essler

1841

Manuel Jahn

1756

0 : 1